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Bosbach kritisiert hohe Baukosten der neuen BND-Zentrale

Archivmeldung vom 31.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Wolfgang Bosbach (2012)
Wolfgang Bosbach (2012)

Foto: Superbass
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), hat die hohen Baukosten der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin kritisiert.

"Die damaligen Befürchtungen haben sich leider bewahrheitet", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe) anlässlich der Teileröffnung am Montag. "Angesichts des Umstandes, dass es sich um das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland handelt, war ich von Anfang an skeptisch, als ich von einem Kostenrahmen von 600 bis 700 Millionen Euro gehört habe. Ich habe gesagt, einschließlich der Umzugskosten sind 1,5 Milliarden Euro realistischer. Und wir gehen mit Riesenschritten dieser Zahl entgegen. Ich bin mir nicht sicher, ob der Haushaltsausschuss damals auch dann grünes Licht gegeben hätte, wenn er die tatsächlichen Kosten gekannt hätte."

Der Justiziar der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), erklärte dem Blatt, man müsse die Entwicklung nun "wohl oder übel" akzeptieren. "Es hat ja keinen Sinn, das Ding noch zu bekämpfen." Er wies allerdings darauf hin, dass das Grundstück ungeeignet sei und zu erheblichen Mehrkosten geführt habe. "Die Dichte der Wohnbebauung macht eine besondere Härtung der Fassaden notwendig, damit keine Abhörung stattfinden kann. Das kostet furchtbar viel Geld und wäre an einem anderen Standort in dem Ausmaß gar nicht nötig gewesen." Die Verantwortung dafür trügen Altkanzler Gerhard Schröder und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (beide SPD), so der CSU-Politiker.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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