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Rassismus-Debatte: Bundesbeauftragter für Stasi-Unterlagen warnt vor Pauschalisierungen

Archivmeldung vom 01.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Roland Jahn, 2012
Roland Jahn, 2012

Foto: Scott-Hendryk Dillan
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mit Blick auf die Debatte um Rassismus in Ostdeutschland warnt Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, vor Pauschalisierungen. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Jahn: "Es gibt keine einfache Wahrheit bei diesem Thema, deshalb müssen wir die Ursachen von Fremdenhass insgesamt betrachten." Es sei wenig hilfreich, den schwarzen Peter zwischen Ost- und Westdeutschland hin- und herzuschieben, erklärte Jahn. Stattdessen gelte es zu differenzieren: "Im Osten Deutschlands hat es über Jahrzehnte eine mangelnde Erfahrung mit Weltoffenheit gegeben. Doch dies ist nur ein Faktor von vielen."

Zugleich stelle er gerade im Osten eine große Aufnahmebereitschaft für Flüchtlinge und eine enorme Hilfsbereitschaft fest, erklärte Jahn. Die Begründung dafür liege ebenfalls in der DDR-Vergangenheit: "Die Menschen hier wissen ganz genau, was Menschenrechtsverletzungen bedeuten und wie es ist, Hilfe zu benötigen. Das macht sie selbst zu hilfsbereiten Menschen", sagte der Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde und fügte hinzu: "Die ostdeutschen Länder bestehen nicht nur aus den paar Menschen, die vor Flüchtlingseinrichtungen gewalttätig werden." In dieser Situation gelte es, gemeinsam in Deutschland das Demokratiebewusstsein zu schärfen, Menschenrechte hochzuhalten und für das Grundrecht auf Asyl einzustehen, betonte Jahn.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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