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Bundestagspräsident: "Diese Krise wird uns alle treffen"

Archivmeldung vom 25.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.05.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Gürtel enger schnallen, Sparen, Armut (Symbolbild)
Gürtel enger schnallen, Sparen, Armut (Symbolbild)

Bild: Fionn Große / pixelio.de

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat den Optimismus von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise als Schönfärberei kritisiert.

Der "Welt am Sonntag" sagte Schäuble: "Ich habe es als - sagen wir - mutig empfunden, dass versichert wurde, jeder Arbeitsplatz werde erhalten bleiben und niemand werde Einbußen erfahren. Wenn die Wirtschaft weltweit um bis zu zehn Prozent einbricht, dann ist die Annahme gewagt, alles werde fröhlich so weiter gehen wie früher." Es sei verantwortungslos zu behaupten, sämtliche Einbußen könnten durch staatliche Hilfen ausgeglichen werden.

"Man muss klar sagen: Diese Krise wird uns alle treffen. Wir müssen darauf achten, die Lasten einigermaßen fair zu verteilen und denen besonders helfen, die besonders leiden. Aber es ist ganz klar: Für viele Menschen wird diese Krise erhebliche Einschränkungen bringen." Der Bundestagspräsident kritisierte auch Finanzminister Olaf Scholz für den Gebrauch des Wortes "Bazooka". Schäuble sagte der "Welt am Sonntag": "Als wir in der Euro-Krise den Begriff "Bazooka" eingeführt haben, wollten wir diese Riesenwaffe nicht etwa benutzen, sondern sie diente der Abschreckung. Abschreckung - übrigens auch atomare - ist die Alternative zum Krieg. Im gegenwärtigen Sprachgebrauch scheint Bazooka hingegen ein Synonym zu sein für: Das Geld mit vollen Händen ausgeben."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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