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Umfrage: 22 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, AfD zu wählen

Archivmeldung vom 08.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
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Laut einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Emnid für "Bild am Sonntag" können sich 22 Prozent der Deutschen vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl ihr Kreuz bei der AfD zu machen. Das Potenzial der Partei ist demnach bei Männern mit 25 Prozent größer als bei Frauen (19 Prozent), im Westen genauso groß wie im Osten (je 22 Prozent).

Noch höher ist die Zustimmung der Bevölkerung zu den Inhalten der Partei: So unterstützen der Umfrage zufolge 83 Prozent den AfD-Slogan "Einwanderung braucht strikte Regeln", 45 Prozent das Leitbild der "Drei-Kind-Familie" und immerhin 33 Prozent die These "Deutschland braucht den Euro nicht". Allerdings erwarten nur 23 Prozent der Bundesbürger, dass die AfD auf Dauer eine wichtige Rolle in der deutschen Politik spielen wird.

Im aktuellen Sonntagstrend von "Bild am Sonntag" erreicht die AfD derzeit bundesweit sechs Prozent und wäre damit auch im Bundestag vertreten. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Einen Punkt abgeben müssen CDU/CSU (jetzt 42 Prozent) und SPD (25 Prozent). Die Linke erreicht zehn Prozent, die Grünen unverändert neun Prozent. FDP und Sonstige liegen ebenfalls unverändert bei drei beziehungsweise bei fünf Prozent.

 CDU will sich bei konservativen AfD-Wählern nicht anbiedern

Führende CDU-Mitglieder weigern sich, den Modernisierungskurs ihrer Partei aufzugeben, um konservative AfD-Wählern zurückzugewinnen. "Mit Parolen der Achtzigerjahre lässt sich die Zukunft nicht gestalten. Die Zeit des Schwarz-Weiß-Röhrenfernsehers ist vorbei", sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Konservativ zu sein heißt nicht, stumpfsinnig an alten Lösungen festzuhalten."

Auch der stellvertretende Parteichef Volker Bouffier will nicht um jeden Preis um die AfD-Wähler werben. "Es gibt eben Leute, die leiden daran, dass die Welt so ist, wie sie ist", sagte Bouffier. "Die CDU darf die AfD nicht kopieren, sie muss sie entzaubern. Das wird nicht in drei Monaten gehen."

Der frühere thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel, der sich im Landtagswahlkampf seines früheren Bundeslandes engagiert, sieht in der AfD keine sonderlich attraktive Klientel für die CDU. Es seien vor allem "Protestler, Enttäuschte und Unzufriedene" in der AfD. "Auch eine Volkspartei muss nicht zu allen Wählergruppen passen", sagte Vogel.

Seehofer fordert Kurswechsel der Union im Umgang mit der AfD

Vor dem Hintergrund möglicher weiterer Erfolge der "Alternative für Deutschland" (AfD) bei den kommenden Landtagswahlen fordert CSU-Chef Horst Seehofer eine neue Strategie im Umgang mit der AfD. "Der erste Fehler war eine falsche Analyse der Europawahl. Da wurde versucht, das Erstarken der AfD der CSU anzuhängen. Jetzt sieht man, dass die AfD in Sachsen ganz ohne die CSU deutlich stärker geworden ist", sagte Seehofer in einem Interview mit der Zeitung "Bild".

Versuche, die AfD in die rechte Ecke zu stellen, seien falsch. "Im übrigen besteht diese Partei in der Mehrzahl nicht aus braunen Dumpfbacken, sondern durchaus auch aus intelligenten Menschen, die geschickt mit manchen Sorgen der Bürger spielen. Deshalb sollten wir als die Union die Sachprobleme lösen statt sie der AfD freiwillig zu überlassen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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