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Minderheitenbeauftragte Schleswig-Holsteins: Sinti und Roma sollen Status eingesessener Minderheit erhalten

Archivmeldung vom 28.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wappen von Schleswig-Holstein
Wappen von Schleswig-Holstein

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein will in einer ihrer ersten parlamentarischen Initiativen den Sinti und Roma im Land den Status einer eingesessenen Minderheit verleihen. Die Koalition aus SPD, Grünen und Südschleswigschem Wählerverband schließe damit eine Gerechtigkeitslücke, sagte die Minderheitenbeauftragte Renate Schnack gegenüber der Tageszeitung "neues deutschland".

Die Sinti und Roma, deren erste urkundliche Ewähnung im Norden aus dem Jahr 1417 stammt, würden mit dem Verfassungsrang einer anerkannten Minderheit den Dänen und Friesen gleichgestellt. Renate Schnack äußerte sich im nd-Interview (Mittwochausgabe) zuversichtlich, dass die notwendige Zweidrittelmehrheit für die Verfassungsänderung im nunmehr insgesamt sechsten Anlauf gelingen werde. Aus der Opposition sei Zustimmung bereits von der FDP und den Piraten signalisiert worden, auch in der CDU-Fraktion würden Abgeordnete zustimmen, zeigte Schnack sich überzeugt. "Dafür müsste allerdings die CDU die Größe haben, ihren Abgeordneten die Abstimmung frei zu stellen."

Quelle: Neues Deutschland (ots)

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