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Patientenbeauftragter will Ehrenamtliche für häusliche Pflege gewinnen

Archivmeldung vom 26.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Karl-Josef Laumann Bild: Landtag NRW
Karl-Josef Laumann Bild: Landtag NRW

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, will die Nachbarschaftshilfe in der häuslichen Pflege fördern und Ehrenamtliche für einfache Pflegetätigkeiten gewinnen. "Ich möchte, dass die pflegenden Familien fachlich gute, aber auch menschliche und bezahlbare Hilfe zur Entlastung bekommen", sagte der CDU-Politiker der "Welt". "Ein Baustein können hier sicher Ehrenamtliche sein, zum Beispiel geschulte Rentner, die eine Aufwandsentschädigung erhalten, ähnlich der steuerfreien Übungsleiterpauschale beim Fußball. So entsteht ein niedrigschwelliges, ortsbezogenes Angebot."

Laumann erklärte die Förderung der häuslichen Pflege zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit. "Mir ist wichtig, dass die Menschen, die so lange wie möglich zu Hause bleiben wollen, das auch gut stemmen können", unterstrich er. "Das hat Priorität."

Der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium rief außerdem die Bundesländer auf, die Ausbildung professionellen Pflegenachwuchses zu verstärken. "Ich fordere alle Länder auf, endlich für mehr Ausbildungsplätze zu sorgen." Als Beispiel nannte Laumann sein Heimatland Nordrhein-Westfalen. "Dort werden die Kosten der Ausbildung breit verteilt: Alle Einrichtungen müssen eine Umlage zahlen, und die Betriebe, die tatsächlich Pflegenachwuchs ausbilden, bekommen die Kosten aus diesem Topf erstattet."

Darüber hinaus forderte Laumann eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte: "Es kann nicht sein, dass examinierte Pflegekräfte in manchen Teilen Deutschlands nur einen Stundenlohn von gerade einmal elf Euro haben. Eine Pflegefachkraft muss so verdienen wie ein guter Handwerker. Denn die Anerkennung in einem Beruf zeigt sich auch in der Bezahlung."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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