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Merkels Sommerpressekonferenz stößt auf Kritik aus der SPD

Archivmeldung vom 29.08.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.08.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Johannes Kahrs (2015)
Johannes Kahrs (2015)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Aus den Reihen der Sozialdemokraten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihren Auftritt vor der Bundespressekonferenz am Dienstag massive Kritik geerntet. "Frau Merkel äußert sich zu Nebenkriegsschauplätzen, aber nicht zu den wirklich dringenden Themen, für die sich die Menschen an den Infoständen im Wahlkampf interessieren", sagte Johannes Kahrs, Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, der "Welt".

"Wo ist eigentlich die Richtlinienkompetenz dieser Kanzlerin?" Kahrs bemängelte, zu den relevanten politischen Fragen habe sich Merkel während ihrer Pressekonferenz nicht geäußert. "Zur Rente, zur Flüchtlingspolitik, zu einem Einwanderungsgesetz - zu alldem verliert sie kein Wort", sagte der SPD-Politiker. Er fügte hinzu: "Merkel schweigt zu Dobrindts Lügen in Sachen Autobahn-Privatisierung. Sie gibt nicht zu, dass die CDU eine Rente mit 70 will. Kurzum: Merkel drückt sich vor der Wahrheit." Das sei die "übliche Ablenkungs-Strategie", die aber bis zur Bundestagswahl am 24. September nicht funktionieren werde. "Dass Merkel den Wahlkampf nicht langweilig findet, ist klar, denn: sie macht diesen Wahlkampf erst langweilig."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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