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CDU-Wirtschaftsrat fordert Absenkung von Merkels Klimaziel

Archivmeldung vom 30.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wolfgang Steiger Bild: Wirtschaftsrat der CDU e.V. Berlin
Wolfgang Steiger Bild: Wirtschaftsrat der CDU e.V. Berlin

Der Wirtschaftsrat der CDU stellt angesichts der Pläne von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), eine Klima-Abgabe auf ältere Kohlekraftwerke zu erheben, das Klimaziel der Bundesregierung selbst infrage. "Es wurde versäumt, beim beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie das CO2-Ziel wieder auf 30 Prozent bis 2020 zu reduzieren", kritisierte der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, gegenüber der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Der CDU-Wirtschaftsflügel befürchtet den Abbau von tausenden von Arbeitsplätzen und eine "beschleunigte Deindustrialisierung", sollte sich Gabriel mit seiner geplanten Klima-Abgabe durchsetzen. Gabriel will mit der Abgabe auf klimaschädliche Kohlekraftwerke 22 Millionen Tonnen des Klimagases Kohlendioxid einsparen. Die Bundesregierung will bis 2020 den Ausstoß des Treibhausgases um 40 Prozent reduzieren. Wirtschaftsrats-Generalsekretär Steiger schlägt nun einen neues Klimaziel vor: "Es muss jetzt ein realistischer Zielkorridor von 35 bis 40 Prozent etabliert werden." Statt ältere Kraftwerke über eine Strafzahlung zur Aufgabe zu zwingen, sollte die Industrie lieber ihre Energieeffizienz verbessern. Die Querschnittsbereiche "elektrische Antriebe" und "Prozesswärme" stehen laut Wirtschaftsrat für zwei Drittel des Energieeinsatzes in der gesamten Industrie. Bis 2020 ließen sich in diesen Sektoren mehr als 27 Millionen Tonnen CO2 kosteneffizient einsparen, heißt es zudem in einem Positionspapier des Wirtschaftsrats. Der Wirtschaftsflügel der CDU empfiehlt auch die Modernisierung älterer Kohlekraftwerke. Damit ließe sich der Effizienzgrad bestehender Anlagen auf bis zu 45 Prozent steigern und der Kohlendioxid-Ausstoß um 30 Prozent senken.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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