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Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) insgeheim an Pharmadienstleister Careforce verkauft

Archivmeldung vom 28.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Logo der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland
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Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die überregionale Tageszeitung junge Welt berichtet in ihrer Mittwochausgabe exklusiv darüber, dass die Duisburger Sanvartis GmbH und mit ihr die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) klammheimlich an den Pharmadienstleister Careforce mit Sitz in Köln verkauft wurde. Die gemeinnützige UPD unterstützt in gesetzlichem Auftrag hilfesuchende Privat- und Kassenpatienten bei Konflikten mit Ärzten, Krankenversicherungen und Kliniken.

Bis 2015 erledigte sie diese Aufgabe in gemeinsamer Trägerschaft durch den Sozialverband VdK, die Verbraucherzentrale Bundesverband sowie den Verbund unabhängige Patientenberatung (VuP). 2016 wurde die UPD an die Sanvartis übertragen, die für Krankenversicherungen und Pharmafirmen Callcenter betreibt. Dokumente, die junge Welt vorliegen, belegen, dass der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mindestens seit über drei Wochen von der jüngsten Transaktion Kenntnis hatte, ohne darüber die Öffentlichkeit zu informieren.

Womöglich wurde nicht einmal die Bundesregierung, in Gestalt ihres Patientenbeauftragten Ralf Brauksiepe (CDU), in Kenntnis gesetzt. Nach Informationen dieser Zeitung laufen derzeit Abstimmungen zwischen den verantwortlichen Stellen, wie man in der Angelegenheit weiter verfahren will. Sylvia Gabelmann von der Bundestagsfraktion Die Linke äußerte sich in der Sache wie folgt: »Der Fall zeigt deutlich, dass die Privatisierung der UPD ein fataler Irrweg war und nicht dadurch besser wird, dass man den Fehler wiederholt.«

Quelle: junge Welt (ots)

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