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Migrationsforscher sieht Alltagsrassismus in Schulen

Archivmeldung vom 01.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Eine fast schon typische Schule in Deutschland... (Symbolbild)
Eine fast schon typische Schule in Deutschland... (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Migrationsforscher Mark Terkessidis hat den Umgang mit Migrantenkindern in Schulen kritisiert. Es sei "leider ein bekanntes Phänomen", dass Kinder mit Migrationshintergrund zu Unrecht auf die Hauptschule geschickt würden, sagte er der "Welt". Verantwortlich sei oft ein fehlendes Bewusstsein aufseiten der Lehrer. "Viele Lehrkräfte haben eine sehr starke Vorstellung davon, wer auf die höhere Schule gehen darf und wer nicht", sagte Terkessidis.

Verbreitet sei die Einstellung, dass es für den Besuch eines Gymnasiums einer "intakten und akademisch gebildeten Familie" bedürfe. "Das sehen sie in Familien von Migrantenkindern oft nicht." Terkessidis kritisierte, dass es "immer noch viel zu wenige Lehrer mit Migrationshintergrund" gebe. "Der durchschnittliche Lehrer kommt aus der Mittelschicht, lebt in Vierteln, in denen es kaum Menschen mit Migrationshintergrund gibt und pflegt einen sehr homogenen Freundeskreis." Diesem Lehrer falle es schwer, die Familienverhältnisse der Schüler zu verstehen. "Wir brauchen in der Lehrerausbildung verpflichtende Kurse zum Umgang mit Vielfalt in der Klasse."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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