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Königshaus: Bundeswehr nur bedingt einsatzbereit

Archivmeldung vom 25.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hellmut Königshaus
Hellmut Königshaus

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Angesichts technischer Mängel kritisiert der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), eine mangelnde Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Das internationale Engagement sei nur zum Teil zu leisten, sagte Königshaus dem rbb Inforadio am Donnerstag.

"Es gibt ja Bereiche, in denen sind wir durchaus in der Lage etwas zu leisten, aber gerade in den Bereichen, in denen wir immer unsere Angebote machen, also beim Lufttransport oder beim Sanitätsdienst - die auch in der Bevölkerung eher akzeptiert werden - haben wir einen derartigen Belastungsfaktor erreicht, dass wir nicht mehr zur Regeneration, und zwar übrigens auch des Personals in der Lage sind."

Die Soldatinnen und Soldaten seien komplett überlastet - aber auch das Gerät könne kaum noch gewartet werden. Vielfach sei auch neues Material nicht geliefert worden, so Königshaus. Das sei auch ein hausgemachtes Problem.

"Früher hat sich die Bundeswehr für einen neuen Hubschrauber gleich die Ersatzteile mitliefern lassen. Da hat man gesagt: Die gleichen Kosten, die ich aufwende, um das Gerät zu kaufen, muss ich nochmal aufwenden, um Ersatzteile, Ausbildung und ähnliches gleich mit zu kaufen. Das hat man heute bis auf zehn Prozent zurückgefahren."

Auch die Waffen der Bundeswehr seien oft überaltert. Bei den Gewehren, die die Bundeswehr an die Kurden im Nord-Irak liefert, habe er aber keine Sorge, sagte Königshaus. Die Bundeswehr sei dagegen nicht ausreichend auf die vielen Krisen in der Welt vorbereitet. Die Engagements in Afrika, im Nahen Osten und auch im Baltikum seien zusätzliche Belastungen, "die allerdings natürlich immer mit eingeplant werden müssen. Dafür ist eine Bundeswehr schließlich da, für solche Herausforderungen gerüstet zu sein. Und das war sie eben zuletzt nicht."

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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