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53,6 Milliarden Euro öffentlicher Finanzierungsüberschuss 2018

Archivmeldung vom 05.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Kern- und Extrahaushalte des Öffentlichen Gesamthaushalts erzielten nach vorläufigen Ergebnissen der vierteljährlichen Kassenstatistik im Jahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss - in Abgrenzung der Finanzstatistiken - von 53,6 Milliarden Euro.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war der kassenmäßige Finanzierungssaldo der Kern- und Extrahaushalte des Öffentlichen Gesamthaushalts seit 2014 stets positiv und erreichte 2017 mit 61,9 Milliarden Euro den bisherigen Spitzenwert. Der Bund erzielte im Jahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss von 12,5 Milliarden Euro. Das waren 18,2 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist hauptsächlich in einem Basiseffekt begründet, da dem Extrahaushalt des Bundes "Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung" im Jahr 2017 einmalige Einnahmen in Höhe von 24,1 Milliarden Euro zugeflossen waren. Die Länder wiesen für das Jahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss von 20,2 Milliarden Euro (+8,1 Milliarden Euro) aus. Für die Gemeinden und Gemeindeverbände errechnet sich für das Berichtsjahr 2018 ein Finanzierungsüberschuss von 9,8 Milliarden Euro (-0,9 Milliarden Euro). Die Sozialversicherung erreichte im Jahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss von 11,2 Milliarden Euro (+2,7 Milliarden Euro).

Hohe Steuereinnahmen sorgten für Einnahmenzuwachs um 3,7 %

Der kassenmäßige Finanzierungssaldo errechnet sich im Wesentlichen aus der Differenz der Einnahmen und der Ausgaben der Kern- und Extrahaushalte des Öffentlichen Gesamthaushalts. Die öffentlichen Einnahmen erhöhten sich im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % auf 1 482,1 Milliarden Euro. Maßgeblich hierfür war der Zuwachs bei den Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben um 5,2 % auf 1 313,5 Milliarden Euro. Sie stiegen beim Bund um 3,7 % und bei den Ländern um 6,2 %. Der Zuwachs bei den kommunalen Steuereinnahmen betrug 5,5 %. Die Beitragseinnahmen der Sozialversicherung, die zu den steuerähnlichen Abgaben zählen, erhöhten sich um 4,4 % auf 534,1 Milliarden Euro.

Ausgaben stiegen um 4,4 % - davon Sachinvestitionen um 6,2 %

Die öffentlichen Ausgaben stiegen demgegenüber um 4,4 % und summierten sich auf 1 428,5 Milliarden Euro. Im Einzelnen erhöhten sich die Ausgaben für das Personal gegenüber dem Vorjahr um 4,1 % auf 293,7 Milliarden Euro und die Ausgaben für den laufenden Sachaufwand um 4,0 % auf 408,7 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Sachinvestitionen erhöhten sich binnen Jahresfrist um 6,2 % auf 56,2 Milliarden Euro.

Abweichungen zum Finanzierungssaldo der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für das erste bis vierte Quartal 2018 (siehe Pressemitteilung 065 vom 22. Februar 2019) sind in methodischen Unterschieden begründet.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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