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Wehrbeauftragter greift von der Leyen in Jahresbericht an - Bundeswehr nicht mehr einsatzfähig

Archivmeldung vom 20.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bundeswehr (Symbolbild)
Bundeswehr (Symbolbild)

Bild: futurama1979 / pixelio.de

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in seinem Jahresbericht schwer angegriffen. Seit seinem Amtsantritt hätten sich die Lücken innerhalb der Bundeswehr bei Personal und Material trotz angekündigter Trendwenden eher noch vergrößert, schreibt Bartels in einer Stellungnahme zum neuen Jahresbericht des Wehrbeauftragen, berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

"Das war 2015. Jetzt haben wir 2018, und am System des Hin- und Herschiebens hat sich nichts geändert. Die Materiallage bleibt dramatisch schlecht, an manchen Stellen ist sie noch schlechter geworden", schreibt er. Oberhalb der Mannschaftsebene sind demnach 21.000 Dienstposten von Offizieren und Unteroffizieren nicht besetzt. Die proklamierten Trendwenden seien zu begrüßen. "Nur macht Proklamation allein noch nichts besser", erklärte Bartels mit Blick auf von der Leyen. So seien zur Jahreswende sechs von sechs U-Booten außer Betrieb gewesen.

Zeitweise sei von 14 in Dienst gestellten Airbus A-400M-Maschinen keine einzige einsatzfähig gewesen. Bartels moniert "Mangelwirtschaft" und "fehlende Ersatzteile". Zudem seien Deutschlands militärische Lufttransportfähigkeiten mittlerweile so schwach geworden, "dass bei den sog. "In-" und "Out"-Flügen in die und aus den Einsatzgebieten teilweise tagelange Verspätungen und Flugabsagen beinah zur Normalität werden. Das belastet die Soldatinnen und ihre Soldaten und ihre Familien zusätzlich", schreibt Bartels.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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