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Lebensmittelhandel wehrt sich gegen Bauern und Politik

Archivmeldung vom 11.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
(Symbolbild)
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Bild: Eigenes Werk /OTT

Nach den jüngsten Bauernprotesten wehrt sich der Lebensmittelhandel gegen einseitige Schuldzuweisungen. Das berichtet der "Spiegel". Für den Preisverfall sei die Agrarindustrie auch selbst verantwortlich, hieß es. "Die starke Exportorientierung der Landwirtschaft" sei "Teil des Problems, nicht Teil der Lösung", so ein Rewe-Sprecher.

Vor allem im Nordwesten Deutschlands, wo intensive Schweinemast und Milchwirtschaft betrieben wird, haben viele Landwirte in den vergangenen Jahren darauf gesetzt, mit Massenprodukten den Weltmarkt zu bedienen. Das Kalkül scheint nicht aufgegangen zu sein: Schlachter oder Riesenmolkereien, die auch Asien beliefern, zahlen Preise, die für die Bauern oft nicht kostendeckend sind.

In der europäischen UTP-Richtlinie gegen unfaire Handelspraktiken, mit der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) nun gegen die Lebensmittelkonzerne vorgehen will, sehen diese keine Lösung. Fraglich sei, ob die Regelung den Bauern überhaupt etwas bringe, hieß es aus dem Umfeld von Aldi. Die darin festgelegten Zahlungsfristen von 30 bis 60 Tagen halte der Discounter längst ein. Kurzfristige Abbestellungen, die dazu führten, dass Landwirte unvermittelt auf ihrer Ware sitzen bleiben, gebe es nicht. "Was jetzt passiert, ist das große Verschieben der Verantwortung", so ein Rewe-Sprecher.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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