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Drogenbeauftragte fordert mehr Hilfen für Kinder von Suchtkranken

Archivmeldung vom 28.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Marlene Mortler Bild: csu-simmelsdorf.de
Marlene Mortler Bild: csu-simmelsdorf.de

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), fordert mehr Hilfen für Kinder von Suchtkranken. "Kinder aus suchtbelasteten Familien leiden nicht nur häufiger an Depressionen, sondern sind insgesamt wesentlich krankheitsanfälliger als Kinder, die in einem stabilen und gesunden Umfeld aufwachsen", sagte Mortler dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Die Drogenbeauftragte reagierte damit auf den am Dienstag vorgestellten "DAK-Kinder- und Jugendreport 2018", wonach elterliche Suchterkrankungen ein bedeutendes Risiko für die Gesundheit von Kinder und Jugendlichen sind. Diese hätten mit durchschnittlich 1.205 Euro 32 Prozent höhere Gesundheitsversorgungskosten aufgewiesen. Mortler sagte, der Report belege, wie dringend diesen Kindern geholfen werden müsse. "Das Thema muss bei allen Akteuren solange auf der Agenda ganz oben bleiben, bis sich ein gut funktionierendes Hilfesystem in ganz Deutschland etabliert hat", sagte die Drogenbeauftragte. Dabei seien nicht nur Länder, Kommunen, Schulen und Ärzte gefragt. Auch der Bund müsse hier seine Hausaufgaben machen. "Unabhängig davon sind wir alle aufgefordert, an der bestehenden Situation zu arbeiten, das Thema zu enttabuisieren und den Kindern endlich die Hilfe zukommen zu lassen, die sie brauchen", so Mortler weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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