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Nachwahl-Ergebnis: Wegner plädiert für Neuwahlen

Freigeschaltet am 12.02.2024 um 09:28 durch Sanjo Babić
Katharina Günther-Wünsch (2023) re.-hinten, Kai Wegner li.-vorne (2023)
Katharina Günther-Wünsch (2023) re.-hinten, Kai Wegner li.-vorne (2023)

Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), hat die Nachwahlen zum Bundestag in Berlin als Signal an die Bundesregierung bezeichnet und Neuwahlen gefordert. Das Ergebnis sei "ein Warnsignal, ein Stoppsignal für die Ampel, dass hier was geändert werden muss", sagte Wegner der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv.

"Ich glaube, die Menschen allgemein im Land erwarten, dass der Kanzler endlich sein Schweigen bricht, dass er sagt, wie er dieses Land aus dieser schweren Krise führen will." Davon spüre man wenig, so Wegner. Die Menschen würden das Vertrauen in die Bundesregierung verlieren. "Das Beste für unser Land wäre, wenn sie möglichst schnell aufhören würden", sagte der CDU-Politiker. "Die Alternative wäre, dass sie endlich gut regieren, dass sie ihrer Arbeit nachkommen." Er nehme von der Ampel nur Streit wahr.

"Man sagt, Deutschland sei nicht konkurrenzfähig im Bereich der Wirtschaft. Der Finanzminister und der Wirtschaftsminister streiten sich. Der Kanzler schweigt. So wird Deutschland nicht wieder konkurrenzfähig", sagte Wegner weiter. Im Falle von vorgezogenen Bundestagswahlen hätte seiner Ansicht nach Friedrich Merz (CDU) das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur. "Als Partei- und Fraktionsvorsitzender selbstverständlich, und das werden wir in einem geordneten Verfahren gemeinsam besprechen und klären", so Wegner. Ein geordnetes Verfahren hält der Regierende Bürgermeister Berlins gleichwohl für geboten. 

"Weil ich glaube, dass es wichtig ist, die Partei mitzunehmen in so einem Verfahren. Auch die CSU ist ja noch da", sagte Wegner. Bei der Wiederholungswahl in Berlin haben die Ampel-Parteien an Zustimmung verloren, während CDU, AfD und Linke zulegen konnten. Die SPD kam in den von der Wiederholung betroffenen Bezirken auf 22,2 Prozent (-1,2), die Grünen auf 22,0 Prozent (-0,3) und die CDU auf 17,2 Prozent (-1,3). Die Linke schaffte es auf 11,5 Prozent (+0,1). Die AfD lag mit 9,4 Prozent (+1,0) vor der FDP, die nunmehr auf 8,1 Prozent (-0,9 Prozent) kam.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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