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IWF: AfD-Forderung nach Euro-Austritt mit erheblichen Nachteilen verbunden

Archivmeldung vom 24.04.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.04.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Oliver Blanchard (2008)
Oliver Blanchard (2008)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der von der eurokritischen Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) geforderte Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone wäre nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit erheblichen Nachteilen für die Bundesrepublik verbunden. "Die Kosten einer Auflösung der Währungsunion wären enorm", sagte Olivier Blanchard, Chefvolkswirt des IWF im Gespräch mit der "Zeit".

"Viele der Errungenschaften der Einführung des Euros - die länderübergreifende Integration von Handel, Firmen, Kapitalströmen - wären zunichte gemacht, mit erheblichen Wachstumseinbußen in Deutschland und anderswo in der Euro-Zone. Außerdem wären allein die rechtlichen Probleme extrem komplex. Für Rechtsanwälte wären das goldene Zeiten, aber ich glaube nicht, dass Anwälte allein Wachstum erzeugen können", sagte Blanchard.

Auch die von Bernd Lucke, dem Sprecher der AfD, ins Spiel gebrachte Idee, Parallelwährungen einzuführen, würde an dieser Problematik nichts ändern. "Das würde das Problem der Rechtsunsicherheit nicht beseitigen - und die wirtschaftlichen Auswirkungen wären verheerend", sagte Blanchard. "Es ist eine viel bessere Strategie, gemeinsam an der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Architektur der Euro-Zone zu arbeiten, sodass wirklich alle vom Wachstum profitieren."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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