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Steinbrück sieht Fortschritt der Integration kritisch

Archivmeldung vom 23.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Islamische Republik Deutschland?
Islamische Republik Deutschland?

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der frühere SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sich kritisch zum Fortschritt der Integration geäußert. Angela Merkels Satz "Wir schaffen das" sei über den "Charakter einer politischen Autosuggestion" nie hinausgekommen, so Steinbrück in einem Beitrag für die Wochenzeitung "Die Zeit". Man habe ein Problem, welches ohne Gegensteuerung wachsen werde. "Dieses Integrationsproblem erstreckt sich überwiegend auf den muslimischen Teil der Zuwanderer."

Dem Schulsystem komme für die bessere Integration eine zentrale Aufgabe zu. Allerdings seien die Schulen mit der Integration überfordert, so Steinbrück. Daher seien zusätzliche Ressourcen für Schulen in sozialen Brennpunkten sowie die Aus- und Fortbildung des Personals nötig. Zentral sei es, Werte zu vermitteln: "Die Ächtung von Antisemitismus, die Bekämpfung von Homophobie, die Gleichbehandlung von Mann und Frau (...) gelingen nur über einen langen und mühsamen Prozess der Wertevermittlung, die vor allem unserem Schulsystem zufällt." Der frühere Bundesfinanzminister plädierte dafür, auch die Zusammenarbeit mit muslimischen Verbänden auf eine neue Grundlage zu stellen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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