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Schäuble lehnt mehr Schulden ab

Archivmeldung vom 08.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dr. Wolfgang Schäuble Bild: Armin Kübelbeck / wikipedia.org
Dr. Wolfgang Schäuble Bild: Armin Kübelbeck / wikipedia.org

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lehnt mehr Schulden und Geld im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und stagnierendes Wirtschaftswachstum in Europa ab. "Staatliche Wachstumsprogramme sind der falsche Weg gegen hohe Arbeitslosigkeit", sagte er in einem Interview mit Yahoo.

"Wir brauchen eine Wirtschaftsstruktur, in der Menschen Geld investieren, damit andere beschäftigt werden. Wer nicht wettbewerbsfähig ist, erreicht nur, dass die Verbraucher eben da kaufen, wo es günstiger ist. Dieser Wahrheit können wir uns nicht entziehen, indem wir Geld ausgeben, das wir nicht haben."

Schäuble sprach sich gegen eine expansive Geldpolitik aus und setzt sich damit von der EZB ab, die gerade den Leitzins im Euroraum auf ein Rekordtief gesenkt hatte. "Ich finde, dass wir gerade eher zu viel als zu wenig Liquidität haben. Ich habe meine Zweifel, ob das nachhaltig ist."

Schäuble wies in dem Yahoo-Interview auch auf die Folgen der militärischen Konflikte in der Ukraine und Nahost für die Wirtschaft in Europa hin. "Ukraine und Nahost - das wurde lange unterschätzt. In der Tat befinden wir uns in ernsthaften Zeiten. Das führt zu Verunsicherungen." Dennoch stünde Europa "nicht kurz vor einer Rezession. Ich bin mir sicher, dass Europas Wirtschaft in keine Krise schlittert", so Schäuble. Und weiter sagt der Bundesfinanzminister: "Unser Wirtschaftserfolg beruht auf engem Austausch mit anderen, auch mit Russland. Nicht nur deshalb ist es so traurig, dass dieser Konflikt ein Rückfall in alte Zeiten bedeutet, in denen Volksgruppenegoismen die Agenda bestimmten. Militärische Gewalt führt in keine bessere Zukunft. Dieser Versuch der Grenzverschiebung muss beendet werden. Wir Europäer sind zu Partnerschaft mit Russland bereit, aber militärische Gewalt und die Unterstützung von Gewalttätigkeit werden wir nicht hinnehmen. Und wenn das dann wirtschaftliche Folgen hat, sind diese in Russland härter als hier."

Quelle: Yahoo Deutschland - Yahoo Nachrichten (ots)

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