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Wissing kritisiert Pläne Berlins für 29-Euro-Ticket

Archivmeldung vom 19.04.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.04.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Volker Wissing (2016), Archivbild
Volker Wissing (2016), Archivbild

Foto: Seewolf
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) kritisiert die Pläne Berlins für ein 29-Euro-Ticket. Wenn der Senat einerseits mehr Geld vom Bund für das 49-Euro-Ticket fordere und andererseits ein noch günstigeres Regionalticket einführe, gebe es ein "Glaubwürdigkeitsproblem", sagte er am Freitag dem TV-Sender ntv.

"Da muss man sich die Frage stellen, ob es nicht besser wäre, die Länder würden dieses Geld einsetzen, um den Ticketpreis bei 49 Euro zu halten und gleichzeitig das Angebot attraktiver zu gestalten", so der Verkehrsminister. Es gebe für die Länder noch eine Menge zu tun, anstatt dem Bund zusätzliche Aufgaben zu übertragen. Wissing sagte, dass es eine Einigung mit den Ländern zur Finanzierung des Deutschlandtickets gebe, an die er sich halte. Der Bund habe zudem die Regionalisierungsmittel erhöht. "Es ist so, dass in vielen Ländern der Bund mehr als die Hälfte der Kosten heute schon trägt. Also man kann auch als Land einen eigenen finanziellen Beitrag leisten." Um die Preise für den öffentlichen Nahverkehr stabil zu halten, seien Reformen und schlankere Strukturen nötig. "Ich halte es nicht für gut, dass man die Ticketpreise immer weiter nach unten anpasst und dann das Angebot ausdünnt. Wir brauchen beides. Wir brauchen ein attraktives Ticket und wir brauchen ein attraktives Angebot", sagte der FDP-Politiker. Um den Preis stabil zu halten, seien aber auch Reformen nötig: "Wir haben die Digitalisierung heute, da geht vieles kostengünstiger und einfacher und das ist auch ein Beitrag, um den Ticketpreis niedrig zu halten." Die über 60 Verkehrsverbünde müssten verschlankt und antiquierte Vertriebsstrukturen modernisiert werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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