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Früherer CDU-Generalsekretär lehnt Mitgliederentscheid zur Klärung der Merkel-Nachfolge ab

Archivmeldung vom 01.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Torsten Bogdenand / pixelio.de
Bild: Torsten Bogdenand / pixelio.de

Der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz hält einen CDU-Mitgliederentscheid zur Klärung der Merkel-Nachfolge schon aus formalen Gründen für unrealistisch. Für ein solches Verfahren müsste die CDU-Satzung geändert werden, sagte Polenz der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Als Folge könne ein Mitgliederentscheid erst im Januar 2019 stattfinden. "Bei mehreren Kandidaten muss auch eine mögliche Stichwahl eingeplant werden. Denn die oder der neue CDU-Vorsitzende sollte schon wenigstens die Hälfte der CDU hinter sich haben", betonte der CDU-Politiker. Zwei Direktwahlen halte er aber "nicht für den richtigen Weg". Polenz nannte es aber "sehr wichtig", dass die Kandidatinnen und Kandidaten in den kommenden fünf Wochen in zehn oder zwölf Regionalkonferenzen ihre Vorstellungen gegenüber den CDU-Mitgliedern erläutern. "Es wäre eine vertane Chance, wenn dies nur an einem Vormittag auf dem CDU-Bundesparteitag in Hamburg geschähe", erklärte der Ex-Generalsekretär der Christdemokraten.

Auch der Vorsitzende der niedersächsischen CDU-Abgeordneten im Bundestag, Mathias Middelberg, hat sich in der Debatte um die Merkel-Nachfolge für Regionalkonferenzen ausgesprochen. "Diese Treffen sind wichtig , damit die Kandidaten ihre Positionen darlegen und von den Mitgliedern befragt werden können", sagte Middelberg der "NOZ". Er sei "grundsätzlich offen" auch für eine Mitgliederbefragung. "Zeitlich wird dies aber jetzt kaum noch realisierbar sein", sagte Middelberg, der auch innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist. Die CDU wird auf einem Bundesparteitag Anfang Dezember einen Nachfolgerin oder einen Nachfolger der derzeitigen CDU-Chefin Angela Merkel wählen, die nicht wieder antreten will.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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