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FORSA: Linke plus 1, AfD minus 1 Prozentpunkt, Sonstige Parteien holen stark auf

Archivmeldung vom 18.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Wahl, Wahlurne, Stimmabgabe (Symbolbild)
Wahl, Wahlurne, Stimmabgabe (Symbolbild)

Bild: Holger Lang / pixelio.de

Das RTL/ntv-Trendbarometer zeigt auch in dieser Woche nur minimale Veränderungen. Die Linke gewinnt gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt, die AfD verliert einen Prozentpunkt. Bei den übrigen Parteien bleiben die Werte unverändert.

Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, könnten die Parteien demnach mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 38 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 14 Prozent (20,5%), FDP 6 Prozent (10,7%), Grüne 18 Prozent (8,9%), Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 9 Prozent (12,6%). 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 23 Prozent dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

Auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung unterscheiden sich die Wahlabsichten von Ost- und Westdeutschen sehr stark. Die Unionsparteien würden derzeit bei einer Bundestagswahl im Westen um 6 Prozentpunkte besser abschneiden als in Ostdeutschland. Die Linke würde im Osten 10 Prozentpunkte besser, die Grünen 11 Prozentpunkte schlechter abschneiden als im Westen. Die AfD könnte im Osten mit fast dreimal mehr Stimmen rechnen als im Westen.

So würden sich Ost- und Westdeutsche momentan bei einer Bundestagswahl entscheiden: Union im Osten 33, im Westen 39 Prozent; SPD im Osten 13, im Westen 14 Prozent; FDP im Osten 4, im Westen 7 Prozent; Grüne im Osten 9, im Westen 20 Prozent; Linke im Osten 16, im Westen 6 Prozent; AfD im Osten 19, im Westen 7 Prozent.

Größte Verluste der SPD bei westdeutschen Männern

Männer wählen anders als Frauen. Bei den ostdeutschen Männern liegen Union und AfD in diesem Sommer mit jeweils 27 Prozent gleichauf an der Spitze, gefolgt von der Linke (15%) und der SPD (12%). Bei den ostdeutschen Frauen rangiert die CDU mit 38 Prozent mit großem Abstand auf Platz 1. Auf dem zweiten Platz folgt die Linke (17%), dahinter die SPD (14%) und die AfD (12%).

In Westdeutschland sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen nicht ganz so deutlich wie im Osten. Die Union liegt bei beiden klar vorn - 36 Prozent der Männer und 41 Prozent der Frauen würden bei einer Bundestagswahl derzeit CDU beziehungsweise CSU wählen. Die Grünen rangieren im Westen auf dem zweiten Platz und würden von 15 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen gewählt. Bei den Männern folgen die SPD gleichauf mit der AfD (jeweils 13%), die Linke (9%) und die FDP (8%). Auch bei den westdeutschen Frauen liegt die SPD auf Platz 3 (15%), die AfD allerdings wird nur von 5 Prozent gewählt. Mit 7 Prozent kann die Linke rechnen, die FDP landet bei 4 Prozent.

Den größten Zuwachs seit der Bundestagswahl im September 2017 haben die Grünen mit fast 9 Prozentpunkten bei den westdeutschen Frauen erzielt. Den höchsten Verlust mit 9,1 Prozentpunkten verzeichnet die SPD bei den westdeutschen Männern. Die Union hat ihre stärksten Gewinne bei westdeutschen Männern und ostdeutschen Frauen (jeweils ein Plus von mehr als 5 Prozentpunkten). Die FDP hat vor allem bei westdeutschen Frauen verloren (minus 6,3 Prozentpunkte). Auch die AfD verliert am meisten bei den Frauen, vor allem bei den ostdeutschen Wählerinnen (minus 5 Prozentpunkte).

Frauenanteil ist nicht wahlentscheidend

Für die große Mehrheit der Bundesbürger (89%) ist es bei einer Wahl zum Landtag oder Bundestag nicht entscheidend, ob die im Wahlkreis zu wählenden Kandidaten Männer oder Frauen sind. Während deutsche Politiker über die Einführung von Frauenquoten debattieren, spielt das Geschlecht der Kandidaten laut aktuellem RTL/ntv-Trendbarometer nur für 8 Prozent der Bundesbürger "eine große Rolle". Auch bei Frauen ist das Geschlecht nur für eine Minderheit (11%) mit wahlentscheidend. Lediglich unter den Anhängern der Linken (25%) und der Grünen (17%) sind überdurchschnittlich viele Wahlberechtigte, denen es besonders wichtig erscheint, ob Frauen oder Männer kandidieren.

Auch der Frauenanteil auf den Landeslisten der Parteien hat für 85 Prozent der Bundesbürger keinen nennenswerten Einfluss auf ihre Wahlentscheidung. Eine große Rolle spielt der Frauenanteil für 19 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer. Am ehesten ist der Anteil der Frauen auf den Landeslisten Anhängern der Grünen (24%) und der Linke (38%) wichtig.

Datenbasis:

Die Daten zu den Parteipräferenzen wurden im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 13. bis 16. Juli 2020 erhoben. Datenbasis: 2.501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte. Für die Analyse der Parteipräferenzen nach Geschlecht wurden die Daten von 17.004 im Juni und Juli 2020 im Rahmen des RTL/ntv-Trendbarometers Befragten herangezogen. Die Daten zur Bedeutung des Frauenanteils in Parteien bei der Wahlentscheidung wurden im Auftrag der Mediengruppe RTL am 16. und 17. Juli 2020 erhoben. Datenbasis: 1.007 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Quelle: Mediengruppe RTL Deutschland (ots)


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