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Müntefering möchte nicht mehr jederzeit erreichbar sein

Archivmeldung vom 29.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Franz Müntefering Bild: franz-muentefering.de
Franz Müntefering Bild: franz-muentefering.de

SPD-Urgestein Franz Müntefering will nach seinem Ausstieg aus dem Bundestag nicht mehr jederzeit erreichbar sein: "Ein Büro unterhalte ich künftig nicht mehr. Ich möchte nicht mehr jederzeit erreichbar sein, aber ich bleibe engagiert. Demokratie hat keinen Schaukelstuhl", sagte der 73-Jährige dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Müntefering ist Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes und arbeitet in der Hospiz- und Palliativ-Stiftung. "Auch in Berlin bin ich ab und zu: Meine Frau Michelle bewirbt sich aussichtsreich um ein Bundestagsmandat." Der frühere FDP-Vorsitzende Wolfgang Gerhardt wird nach seinem Ausscheiden aus dem Parlament Buch-Autor. "Ich schreibe ein Kinderbuch für meinen Enkel, über meine ersten zehn Lebensjahre auf dem Bauernhof. Ich bin fast fertig", sagte der 69-Jährige "Focus".

Zudem bleibt er weiter Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung. Zu seinem Abschied aus dem Parlament sagte er: "Die schnellen, täglichen Themenwechsel werde ich am Bundestagsbetrieb am meisten vermissen. Das ist wie Gehirnjogging."

Für Michael Glos (CSU) war sein parlamentarisches Highlight, eine Debatte zum Vereinsförderungsrecht, die er am 9. November 1989 als finanzpolitischer Sprecher der Union bestritt: "Da bekam ich eine Tickermeldung gereicht: Die Mauer war offensichtlich geöffnet worden. Einige Kollegen wollten doch tatsächlich die Debatte weiter führen. Ich habe dann mit dafür gesorgt, dass die Sitzung abgebrochen wurde."

Der 68-Jährige will sich nun verstärkt der Familie und den Enkeln widmen. Die frühere Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) konnte sich auch in 26 Jahren im Parlament nicht an den Fraktionszwang gewöhnen: "Heute finde ich es immer noch schade, wenn nach einer Debatte, bei der ich dachte, ich hätte überzeugt, am Ende doch alle nach Fraktionszwang abstimmen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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