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Connemann: Landwirtschaft ist Lebenswirtschaft

Archivmeldung vom 22.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Gitta Connemann (2020)
Gitta Connemann (2020)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche fand das vom Bundeslandwirtschaftsministerium organisierte "13. Global Forum for Food and Agriculture" (GFFA) statt, in dessen Rahmen heute die Berliner Agrarministerkonferenz abgehalten wurde.

Dabei kamen mehr als 80 Agrarminister aus aller Welt sowie zahlreiche Spitzenvertreter internationaler Organisationen virtuell zusammen, um ein gemeinsames Kommuniqué, in dem es u.a. um Ernährungssysteme und Klimaresilienz geht, zu verabschieden. Dazu erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagfraktion Gitta Connemann:

"Der Beschluss der Agrarministerinnen und Agrarminister ist ein Weckruf an den Rest der Welt. Die Landwirtschaft ist nicht das Problem, sondern Teil der Lösung. Ernährungssicherung, sozialer Frieden, Klimaschutz, Pandemievorsorge, Artenschutz - die Landwirtschaft ist ein Alleskönner und unverzichtbar. Landwirtschaft ist Lebenswirtschaft, so lässt sich der Inhalt des Beschlusses zusammenfassen.

Die Bäuerinnen und Bauern haben seit jeher die gesellschaftspolitischen Herausforderungen angenommen und sind innovativ vorangegangen. Auch in Zukunft besteht weiterhin die erste Aufgabe in der globalen Ernährungssicherung. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass der Hunger in der Welt verschwindet. Ideologische Scheuklappen dürfen den Weg für Innovationen nicht versperren. Neuartige Züchtungstechnologien dürfen kein Tabu sein. Im Gegenteil, wer diese Chance liegen lässt, kapituliert vor dem Hunger in der Welt, ohne es überhaupt versucht zu haben. Diese sind nötig, um auf das sich ändernde Klima schneller reagieren zu können. Wir brauchen die moderne Züchtung, um die Lebensmittelversorgung dauerhaft zu gewährleisten. Neue, resistente Sorten helfen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Gesunde, ertragreiche und nahrhafte Nutzpflanzen sind der Schlüssel im Kampf gegen Ernährungskrisen.

Innovativer Acker- und Pflanzenbau kann allerdings viel mehr. Gesunde Nutzpflanzenbestände sind unerlässlich für den Klimaschutz. Unsere Äcker und Wiesen sind die CO2-Senke schlechthin. Die Anhebung des Humusgehaltes in den Böden ist hier das zentrale Element. Zwischenfrüchte, organische Düngung, reduzierte Bodenbearbeitung, humusmehrende Kulturen, Agroforstsysteme, digitale Anwendungsverfahren und viele weitere landwirtschaftspraktische Innovationen können dazu beitragen, dass durch die landwirtschaftliche Nutzung der Böden das globale Bindungspotenzial von 3,5 Gigatonnen CO2 je Jahr nutzbar wird. Gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern können wir dieses Ziel erreichen und mit der CO2-Senke Boden etwa 10 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes binden."

Quelle: CDU/CSU - Bundestagsfraktion (ots)


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