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FDP sieht Strategie der "Selbstverharmlosung" bei AfD

Archivmeldung vom 18.02.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.02.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Benjamin Strasser (2018)
Benjamin Strasser (2018)

Foto: De728631
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Benjamin Strasser, Leiter einer neuen Expertengruppe der Liberalen zur AfD, sieht bei der Partei eine neue Strategie der "Selbstverharmlosung".

"Früher hat die AfD stark mit dem Modell `Altparteien` gearbeitet, einem Kampfbegriff. Die AfD hat damit versucht, die Parteien des demokratischen Zentrums verächtlich zu machen und als nicht unterscheidbares Kartell darzustellen", sagte Strasser der "Welt". Seit den Landtagswahlen in Ostdeutschland hätten sich jedoch Strategie und Wording geändert. "Die AfD bezeichnet sich plötzlich selbst als bürgerliche Partei und als Teil des bürgerlichen Lagers - die vorherige Abgrenzung fällt weg", so der FDP-Politiker weiter. Dieser Strategie liege ein Konzept von Götz Kubitschek zugrunde, "dem neurechten Vordenker der AfD", sagte Strasser.

In den kommenden Monaten plane die FDP-Expertengruppe unter Leitung von Strasser das politische Agieren der AfD zu durchleuchten. "Nach Thüringen gibt es jetzt einen schmerzlichen Lernprozess", so der FDP-Bundestagsabgeordnete weiter. Die Liberalen wollen auch mit Wissenschaftlern und Rechtsexperten sprechen. "Denn die vergangenen zwei Jahre zeigen: Bisher hat die Abwehrstrategie keiner Fraktion im Bundestag dazu getaugt, die AfD kleiner zu machen", sagte Strasser der "Welt".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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