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Niedersachsens Ministerpräsident Weil: Dieselgate war ein gewaltiger Tritt in das Hinterteil von VW

Archivmeldung vom 23.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Daniel Gast / pixelio.de
Bild: Daniel Gast / pixelio.de

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht nach der Dieselaffäre einen Imagewandel beim Volkswagen-Konzern. "Dieselgate war ein gewaltiger Tritt in das Hinterteil von VW. Jetzt ist der Konzern - mit schmerzhaften Einschnitten - ein anderes Unternehmen geworden", sagte Weil der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen.

Weil, der für das Land Niedersachsen im Aufsichtsrat des Wolfsburger Konzerns sitzt, fordert die Bundesregierung auf, industriepolitische Aktivitäten zu entfachen, die sicherstellen, dass es zukünftig eine Batteriezellen-Produktion in Deutschland gibt. "Es gibt osteuropäische Länder, die werben mit hohen Subventionen dafür, dass bei ihnen eine Batteriezellen-Produktion aufgebaut wird. Ich halte grundsätzlich nicht viel von Subventionen. Mir wäre es lieber, Brüssel würde dafür sorgen, dass es auch in anderen Ländern nicht dazu kommt. Gelingt das nicht, darf Deutschland aber nicht einfach zuschauen. Bei dem Technologiesprung zur E-Mobilität darf es uns nicht passieren, dass die wichtigste Komponente nicht mehr in Deutschland produziert wird und die Wertschöpfungskette zerstört wird", so Weil. In den nächsten fünf Jahren würden dafür die Weichen gestellt.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) (ots)

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