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AfD-Rechte wollen Kontaktsperre zu Pegida ignorieren

Archivmeldung vom 28.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Björn Höcke (2015)
Björn Höcke (2015)

Foto: Alexander Dalbert
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Obwohl der AfD-Bundesvorstand jüngst beschlossen hat, dass Parteivertreter nicht mehr bei den Pegida-Demonstrationen auftreten sollten, will der rechte Flügel dieses Verbot ignorieren. "Pegida ist ein Katalysator für uns", sagte Thüringens AfD-Chef Björn Höcke dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Höcke hatte kürzlich einen Pegida-Organisator als Redner zu einer Demonstration eingeladen und bezeichnete diese Einladung nun als ein "wichtiges Signal". Den Beschluss der AfD-Spitze sollte man "nicht allzu hoch hängen", findet Höcke: "Erfahrungsgemäß geht die Zeit über viele Parteibeschlüsse schnell hinweg. Es ist alles ins Rutschen gekommen."

Die "Patriotische Plattform" in der AfD will den Vorstandsbeschluss außerdem vor dem Parteischiedsgericht angreifen. "Er widerspricht dem Geist der AfD seit dem Essener Parteitag", sagte Hans-Thomas Tillschneider, Abgeordneter in Sachsen-Anhalt und Bundessprecher der "Patriotischen Plattform".

Schließlich habe der Europaabgeordnete Marcus Pretzell selbst die AfD zur Pegida-Partei ernannt. "Der Beschluss des Vorstands ist ein Rückschritt", sagte Tillschneider. "Er erfüllt einen Herzenswunsch von Bernd Lucke, der stets auf Distanz zu Pegida ging."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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