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Kinderschutzbund-Präsident macht Schröder für Umsetzungsprobleme bei Kinderschutzgesetz verantwortlich

Archivmeldung vom 05.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Kristina Schröder / Bild: bmfsj.de
Kristina Schröder / Bild: bmfsj.de

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, hat große Umsetzungsprobleme beim neuen Bundeskinderschutzgesetz beklagt und dafür Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) verantwortlich gemacht. "Das Gesetz hat sicher dazu geführt, dass in einzelnen Kommunen Netzwerke für frühe Hilfen entstanden sind und Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen sowie Ärzte dort gut zusammen arbeiten. Aber flächendeckend hat sich leider nichts verbessert", sagte Hilgers der "Saarbrücker Zeitung".

Viele Beschäftigte in der Jugendhilfe würden das Gesetz überhaupt nicht kennen. "Das Familienministerium finanziert keine entsprechenden Fortbildungsmaßnahmen, und Werbung betreibt es auch nicht". Damit bleibe das Gesetz 500 Tage nach seinem Inkrafttreten weit hinter dem Anspruch von Familienministerin Schröder zurück, kritisierte Hilgers.

Die Ministerin will am Mittwoch auf einer Fachveranstaltung in Berlin Bilanz über das Bundeskinderschutzgesetz ziehen, das am 1. Januar 2012 in Kraft trat und wirksamer vor Verwahrlosung, Gewalt und sexuellen Missbrauch schützen soll. Dazu meinte Hilgers: "Dass Frau Schröder gerade jetzt Bilanz zieht, ist wohl eher dem Wahlkampf geschuldet, als der Einsicht, Versäumtes endlich wettzumachen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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