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Flashmob gegen Kopfpauschale bei Westerwelle-Veranstaltung

Archivmeldung vom 28.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Campact
Bild: Campact

Mit einem sogenannten "Flashmob" wurde gestern abend in Bonn auf einer Wahlkampfveranstaltung mit FDP-Chef Guido Westerwelle gegen die Pläne der Bundesregierung für eine Kopfpauschale protestiert. Rund 25 Aktive des Kampagnennetzwerkes Campact legten sich zu einem verabredeten Zeitpunkt demonstrativ Kopfverbände an und hielten Verbände mit der Aufschrift "Kopfpauschale stoppen!" in die Höhe. Danach verließen sie die Wahlveranstaltung. Zu der Aktion hatte Campact im Internet aufgerufen.

"Die Kopfpauschale ist nichts anderes als eine Umverteilung von unten nach oben: Geringerverdienende müssen mehr bezahlen, während Gutverdiener entlastet werden. Das ist ungerecht", sagte Christine Borchers von Campact. "Der versprochene soziale Ausgleich über das Steuersystem ist kompliziert und bürokratisch. Und woher die Milliarden für den sozialen Ausgleich angesichts der riesigen Haushaltslöcher kommen sollen, konnten FDP und CDU bisher nicht erklären."

Borchers kündigte weitere Campact-Aktionen im nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf an. "Die Wahl am 9. Mai ist auch eine Richtungsentscheidung über die Kopfpauschale. Darauf wollen wir mit unseren Flahmobs aufmerksam machen", erklärte Borchers.

Campact vernetzt über das Internet mehr als 230.000 Menschen, die sich immer dann einmischen, wenn aus ihrer Sicht wichtige politische Entscheidungen auf der Kippe stehen. Gemeinsam mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und zahlreichen weiteren Organisationen sammelt Campact im Internet Unterschriften gegen die Kopfpauschale.

Quelle: Campact

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