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Bayerns Innenminister will mehr Abschiebungen nach Afghanistan

Archivmeldung vom 20.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Joachim Herrmann Bild: Metropolico.org, on Flickr CC BY-SA 2.0
Joachim Herrmann Bild: Metropolico.org, on Flickr CC BY-SA 2.0

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat Sammelabschiebungen nach Afghanistan gegen anhaltende Kritik verteidigt. "Bei den Afghanistan-Abschiebungen geht es nur um drei Personenkreise: Gefährder, Straftäter und hartnäckige Identitätsverweigerer. Diese drei Gruppen stellen ein klares Sicherheitsproblem in unserem Land dar", sagte Herrmann den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Für Dienstabend ist nach Informationen des RND eine weitere Sammelabschiebung vom Münchener Flughafen aus in die afghanische Hauptstadt Kabul geplant. "Es ist die Aufgabe des Rechtsstaats, seine Bürger zu schützen und die Abschiebung gerade dieser Personengruppen konsequent durchzusetzen", erklärte der CSU-Politiker. "Bayern arbeitet mit Hochdruck an einer weiteren Erhöhung der Abschiebezahlen." Die große Mehrheit der Bürger in Bayern unterstütze diese Abschiebungspraxis. "Wir werden uns daher auch weiterhin bei jeder Gelegenheit an den vom Bund organisierten Sammelabschiebungen nach Afghanistan beteiligen." Der Bayerische Flüchtlingsrat verurteilte die geplante Abschiebung scharf. Es gebe keine sicheren Gebiete in Afghanistan, in die abgeschoben werden könne und in denen die Betroffenen eine Lebensperspektive hätten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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