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Verfassungsschutz nutzt automatische Gesichtserkennung

Archivmeldung vom 24.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bundesamtes für Verfassungsschutz
Bundesamtes für Verfassungsschutz

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) setzt Systeme zur automatischen Gesichtserkennung mutmaßlicher Extremisten und ausländischer Spione ein. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor, schreibt der "Spiegel" in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe.

Entsprechende Software werde "in Analyseanwendungen mit dem Ziel der Personenidentifizierung" genutzt, heißt es in der Antwort der Bundesregierung, die als vertraulich eingestuft ist ("nur für den Dienstgebrauch"). Diese Systeme könnten dazu dienen, Personen auf Fotos, in Überwachungsvideos und in Filmen aus sozialen Netzwerken zu erkennen, etwa in Propagandavideos des "Islamischen Staats".

Kommerzielle Anbieter haben mit ihrem Algorithmus nach Analysen von US-Forschern bereits Trefferquoten von etwa 70 Prozent. Wo genau und wie erfolgreich das BfV seine Systeme einsetzt, ist unklar. Man beobachte den Markt für solche Systeme "regelmäßig mit dem Ziel der Verbesserung", heißt es in der Antwort.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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