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NRW such Alternativen zu russischem Gas

Archivmeldung vom 23.02.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.02.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Unter der Lupe: App analyisiert Textnachrichten.
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Bild: Tim Reckmann, pixelio.de

In NRW wächst die Sorge aus, Russland könnte wegen des Konflikts um die Ukraine das Land nicht mehr ausreichend mit Erdgas versorgen. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) fordert daher, nach alternativen Energielieferanten zu suchen. "Wir bereiten uns jetzt auf den nächsten Winter vor, indem wir zum Beispiel andere Lieferländer wie Norwegen und die Niederlande stärker nutzen wollen", sagte Pinkwart dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Aktuell habe er keine Sorge um die Versorgungssicherheit. "Die Füllstände der Gasspeicher sind hinreichend, um über den Winter und bis zum Sommer zu kommen, und es gibt keinen akuten Mangel", so der Minister. Zugleich kritisierte er aber: "Wir müssen die Speicher eher füllen, das hätte man bereits im vergangenen Jahr tun müssen".

Deshalb habe NRW dem Bundesrat eine nationale Gasreserve vorgeschlagen. "Zudem müssen wir den Ausbau der Erneuerbaren, der Speicher und der Wasserstoffwirtschaft weiter beschleunigen, um unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden", sagte Pinkwart. Für die Verbraucher fordert er die "schnelle Abschaffung der EEG-Umlage. Ihr Wegfall ab Sommer 2022 würde die NRW-Wirtschaft und Verbraucher gegenüber 2021 um circa vier bis fünf Milliarden Euro jährlich entlasten."

Die Opposition sieht die Chancen auf niederländisches Gas kritisch. Thomas Kutschaty, Chef der SPD-Fraktion im Landtag, erklärte, NRW befinde sich in einer "Zwickmühle": "Auf der einen Seite wollen die Niederlande die Gasförderung wegen zunehmender Erdbeben bald stoppen, auf der anderen Seite bezieht Deutschland mehr als die Hälfte seiner Erdgasimporte aus Russland. Aus dieser Zange müssen wir uns befreien. Die beste Lösung dafür ist eine schnelle Umsetzung des europäischen Green Deal und damit verbunden der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien", sagte Kutschaty.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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