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Hartz IV-Regelsätze bedarfsgerecht berechnen SoVD-Präsident: "Alltag der Hartz-Bezieher wird falsch abgebildet"

Archivmeldung vom 10.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Adolf Bauer Bild: sovd.de
Adolf Bauer Bild: sovd.de

Der Sozialverband SoVD übt scharfe Kritik an der laut Medienberichten geplanten Anpassung der Hartz IV-Regelsätze. "Die angekündigte Erhöhung zeigt erneut, dass die Berechnungsmethode falsch ist. Denn sie bildet den Alltag der Betroffenen nicht lebensecht ab", sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer. Der Verbandspräsident fordert: "Es braucht eine transparente und bedarfsgerechte Regelsatzfindung. So hat es auch das Bundesverfassungsgericht der Bundesregierung in das Stammbuch geschrieben."

Der SoVD fordert eine Generalrevision von Hartz IV. Aus Sicht des Sozialverbandes sind neben einem bedarfsgerechten Regelsatz Maßnahmen erforderlich, die Langzeitarbeitslosen eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt ermöglichen.

"Wer Hartz IV in Anspruch nimmt, muss jeden Job annehmen. Wer sich verweigert oder Termine im Jobcenter verpasst, riskiert Leistungskürzungen. Dies wird in der allgemeinen Diskussion leider oft verschwiegen."

Im Rahmen der Aktion "10 Jahre Hartz IV - Kein Grund zum Feiern" hat der SoVD das Konzept "Neuordnung der Arbeitsmarktpolitik - Inklusion statt Hartz IV" vorgestellt. Der Verband fordert eine Generalrevision.

Quelle: SoVD Sozialverband Deutschland (ots)

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