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NRW übernimmt Kosten für Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen

Archivmeldung vom 30.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Chemiebombe Testlolli (Symbolbild)
Chemiebombe Testlolli (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /SB

Anders als in den Kitas sollen an Grund- und Förderschulen in NRW die Lolli-Tests wie geplant zum Einsatz kommen. "Das Land übernimmt die vollständige Finanzierung der Lolli-Tests", sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) der "Rheinischen Post".

"Das schließt auch die Logistikkosten für die Schulträger mit ein." Das Interesse der Schulträger sei groß "und ich bin zuversichtlich, dass am Ende alle mitmachen werden", so Gebauer. Ziel sei es, die Lolli-Tests flächendeckend bis Mitte Mai an rund 3.700 Grund- und Förderschulen in NRW anzubieten, hieß es im Schulministerium. Zuvor hatte eine interne Dienstmail des Schulministeriums an die Bezirksregierungen für Aufsehen gesorgt. In dem Schreiben, über das die "Rheinische Post" berichtet, heißt es etwa, Lehrkräfte müssten verbindliche Listen für die festen Pools in den Lerngruppen erstellen und diese an den Testtagen dokumentieren.

Lehrer müssten als Kontaktpersonen für die Labore notfalls mit ihrem Privathandy bis 21 Uhr abends erreichbar sein. Die Vorgaben stießen auf Kritik: "Sollten Schulleitungen um 21 Uhr von einem positiven Test erfahren, müssen sie dann noch sämtliche Eltern abtelefonieren und den nächsten Schultag komplett neu planen", sagte Maike Finnern, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) der Redaktion. Dennoch hält sie die Tests für gut geeignet, weil diese in der Handhabung für die Kinder einfacher seien. Finnern forderte daher eine Unterstützung der Schulleitungen, etwa durch Hilfsorganisationen. "Wir begrüßen die Lollitests. Die Organisation geht aber völlig an der Praxis vorbei", sagte die bildungspolitische Sprecherin der oppositionellen Grünen-Fraktion im Landtag, Sigrid Beer.

Die Logistik sei völlig unzumutbar. Hinzu komme, dass viele Grundschulen kaum noch Sekretariatskapazitäten hätten und Schulleiter in der Primarstufe häufig auch noch sehr viel unterrichten müssten. Auch Beer fordert Unterstützung durch externe Kräfte. Dazu sagte die Schulministerin: "Das Verfahren erfordert eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Beteiligten. Aber der Aufwand lohnt sich. Die Tests sind noch sicherer und kindgerechter." Die Logistik werde vom Land mithilfe der Schulträger zentral organisiert, so dass es zu keiner Mehrbelastung von schulischem Personal komme. Zusätzliches externes Personal sei nicht notwendig.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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