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Kramp-Karrenbauer: Ehrenamt sollte Bewerber-Vorteil werden

Archivmeldung vom 05.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Annegret Kramp-Karrenbauer (2019)
Annegret Kramp-Karrenbauer (2019)

Foto: Patrick Büttgen, phoenix
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich dafür ausgesprochen, ehrenamtliches Engagement als Kriterium in Bewerbungsverfahren zu institutionalisieren. Zwar zeichne Ehrenamtler aus, "dass sie ihr Engagement im wahrsten Wortsinne als `Ehre` verstehen und nicht als erstes fragen: `Lohnt sich das` oder `Was bekomme ich dafür`", schreibt Kramp-Karrenbauer in einem Gastbeitrag für die Nachrichtenseite n-tv.

Dennoch müsse Deutschland noch mehr tun, um Menschen ihr Engagement zu erleichtern und sie dafür zu belohnen. Es sei an der Zeit, sich bei den "Millionen Helden unseres Landes" zu bedanken, so die CDU-Chefin weiter. Ehrenamtliches Engagement solle daher in Bewerbungsverfahren auch eine Rolle spielen. "Für den oder die Mechatroniker-Bewerber/in sollte es ein Pluspunkt sein, wenn er oder sie nebenbei in der Freiwilligen Feuerwehr, im Sportverein oder der Seniorenbetreuung aktiv ist", schreibt Kramp-Karrenbauer. Zwar sei es immer von Vorteil, wenn Bewerber zwei Fremdsprachen fließend beherrschten oder mal im Ausland gearbeitet hätten.

"Doch ist es für Bewerberinnen und Bewerber wie für Unternehmen auch wichtig, dass man sich in seinem Leben auch mal ehrenamtlich für seine Mitmenschen eingesetzt hat", schreibt die CDU-Politikerin weiter. Von den Politikern aller Parteien wünscht sich Kramp-Karrenbauer eine stärkere Förderung des Ehrenamtes. Denn auch wenn die CDU dafür gesorgt habe, dass die steuerlichen Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagements verbessert, die Aufwandsentschädigungen erhöht, ehrenamtlich Tätige und Vereine von Bürokratie entlastet und Haftungserleichterungen beschlossen wurden, bestehe weiter Handlungsbedarf. "Leider müssen wir aber selbstkritisch festhalten, dass wir als Politik manchmal den Ehrenamtlern auch das Leben schwer machen", konstatiert die CDU-Chefin.

Sie denke "hier an die Umsetzung der Datenschutzverordnung oder andere übertriebene Bürokratie". Aber nicht nur die Politik, auch Unternehmen sollten das Ehrenamt viel stärker fördern. So würden sich viele Firmen bereits im Sport- und Kulturbereich engagieren. "Gerade mit Blick auf die aktuelle gesellschaftliche Lage wünsche ich mir, dass wir diesen Einsatz noch stärker auf andere Bereiche ausdehnen", schreibt Kramp-Karrenbauer in dem Gastbeitrag für die Nachrichtenseite n-tv. Ganz viele Firmen ermöglichten ihren Mitarbeitern auch heute schon, einem ehrenamtlichen Engagement nachzugehen. "Das ist großartig", so CDU-Politikerin weiter. Es müsse aber "eben noch selbstverständlicher" werden. "Vorgesetzte sollten nicht mehr die Augen verdrehen, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter sich stärker um sein Ehrenamt kümmern will." Sie wolle sich bei allen Ehrenamtlichen in Deutschland bedanken. "Die stärkere Wertschätzung des Ehrenamtes, wäre ein weiterer Schritt, wie unsere Gemeinschaft `Danke` sagen könnte an all die Millionen Helden unseres Landes", schreibt die CDU-Chefin.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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