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Özdemir: Mehrheit der Türkeistämmigen ohne Loyalitätskonflikt

Archivmeldung vom 23.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Cem Özdemir Bild: WurmPaul
Cem Özdemir Bild: WurmPaul

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özdemir (SPD), hat davor gewarnt, den Türkeistämmigen in Deutschland Loyalitätskonflikte zu unterstellen. Eine deutliche Mehrheit von ihnen fühle sich "unserem Land zugehörig", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Wir sollten daher diesen Menschen nicht pauschal Loyalitätskonflikte unterstellen", erklärte sie. Ihr Vertrauen in deutsche Institutionen sei unvermindert hoch. Das sei "ein wichtiges Fundament". Man müsse sich aber mit denen aktiv auseinandersetzen, die ihre politischen Ambitionen in der Türkei in Deutschland austragen.

Das gelte genauso für Angehörige anderer Einwanderergenerationen. Zuletzt hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärt, dass sie von den Türkeistämmigen erwarte, dass sie ein "hohes Maß an Loyalität zu unserem Land entwickeln".

Özdemir sagte, es gehe nicht darum, "den Präsidenten oder die Regierung zu lieben". Aber man dürfe gegenseitige Achtung erwarten - "vor allem vor unseren Grundwerten und demokratischen Spielregeln."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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