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Henkel beschimpft AfD-Vorstandskollegen Adam

Archivmeldung vom 05.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Hans-Olaf Henkel (2014)
Hans-Olaf Henkel (2014)

Foto: Mathesar
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Im Streit um die künftige Führungsstruktur der AfD verschärft sich der Umgangston: In einer E-Mail, die Ende Dezember verschickt wurde, habe Bundesvorstand Hans-Olaf Henkel seinen Kollegen Konrad Adam beschimpft, schreibt das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Sie sind total `von der Rolle` und merken es offensichtlich nicht einmal", heißt es demnach in der E-Mail. "Sie scheinen von Enttäuschung über Ihre Bedeutung in der Partei und von Ihrem Ehrgeiz zerfressen zu sein." Adam verhalte sich "nur noch destruktiv" und mache sich selbst immer lächerlicher. "Selten wurde ich Zeuge einer so dramatischen Persönlichkeitsveränderung", so Henkel laut "Spiegel". "Ich hoffe, der letzte Akt wird bald aufgeführt und Sie treten von der Bühne."

Hintergrund war Adams Kritik an AfD-Bundessprecher Bernd Lucke, nachdem dieser am 26. Dezember ohne Rücksprache mit dem Vorstand ein Treffen aller AfD-Funktionäre vor dem Parteitag Ende Januar einberufen hatte, um sie auf seinen Kurs einzuschwören.

Bremer AfD-Spitzenkandidat: Partei muss zukunftssicher werden

Der Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland (AfD) für die Bürgerschaftswahl in Bremen, Christian Schäfer, lehnt Vorfestlegungen für die künftige Führungsstruktur der Bundespartei ab. "Wir sollten die Diskussion der Personalien von der Entscheidung für sinnvolle Strukturen sauber trennen", sagte Schäfer dem "Handelsblatt" (Online-Ausgabe).

Eine neue Parteisatzung dürfe daher "nicht einem aktuellen Personaltableau auf den Leib geschrieben sein, sondern muss zukunftssicher gestaltet werden". Deshalb wünsche er sich, "dass wir es schaffen, beim Bundesparteitag in Bremen über sinnvolle Strukturen zu entscheiden, die effektive Prozesse in der Partei möglichst gut ermöglichen", sagte Schäfer weiter. "Wenn wir uns daran halten, muss es auch niemand als persönliche Niederlage empfinden, wenn sich seine Vorstellungen nicht mehrheitlich durchsetzen."

Schäfer stellt sich damit auf die Seite der beiden gleichberechtigten Ko-Vorsitzenden von Bundeparteichef Bernd Lucke, Frauke Petry und Konrad Adam, die dessen Pläne ablehnen, sich über eine Satzungsänderung den Posten des alleinigen Vorsitzenden zu sichern. Lucke will auf dem Bundesparteitag Ende Januar in Bremen die Satzung so ändern lassen, dass es künftig nur noch einen Parteivorsitzenden gibt. Vergangene Woche hatte er eigenmächtig zu einer Konferenz der Landes-, Bezirks- und Kreisvorsitzenden nach Frankfurt eingeladen, um die Reformpläne zu bewerben. Schäfer mahnte in der Satzungsfrage zur Einigkeit.

"Im Rahmen der innerparteilichen Demokratie muss es uns möglich sein, in einer so wichtigen Sachfrage Konsens zu erzielen. Ohne einen solchen Konsens geht es sowieso nicht, denn für eine Satzungsänderung ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich", sagte der Bremer AfD-Chef. Im Übrigen wolle er sich den anstehenden Wahlkampf in Bremen nicht ohne die Unterstützung durch Lucke oder den Vize-Bundesvorsitzenden Hans-Olaf Henkel, Alexander Gauland oder Frauke Petry vorstellen. "Deshalb appelliere ich an alle Beteiligten, sich für das beste Ergebnis einzusetzen und die vom kommenden Parteitag beschlossene Satzung mitzutragen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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