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Gesundheitsexperte Lauterbach: Quarantäne ist nicht zu kontrollieren

Archivmeldung vom 28.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Symbolbild
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Bild: Eigenes Werk /OTT

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die zweiwöchige Quarantäne für Reiserückkehrer aus Risikogebieten und Kontaktpersonen von Corona-Infizierten für nicht zielführend, um die Infektionen einzudämmen.

"Die Quarantäne ist de facto nicht zu kontrollieren. Ich vermute, dass sie vielfach nicht eingehalten wird, und es gibt auch keine Erhebungen dazu", sagte Lauterbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Der Mediziner spricht sich für verpflichtende, kostenlose Tests für Reiserückkehrer auch aus Nicht-Risikogebieten wie Frankreich, Belgien oder den Niederlanden aus. Diese müssten von der Allgemeinheit bezahlt werden. "Eine ideologische Diskussion darüber, wer die Tests bezahlt, können wir jetzt nicht gebrauchen. Wir können es uns nicht leisten, dass Menschen die Tests nicht machen, weil sie sie nicht bezahlen können", sagte Lauterbach.

Er hält einen verpflichtenden Test für alle Einreisenden an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen für "pragmatisch". Ein zweiter Test zu einem späteren Zeitpunkt wäre dann aus seiner Sicht nicht notwendig. "Nur bei einem Bruchteil von unter zehn Prozent der Infizierten ist eine Infektion erst später nachweisbar. Daraus wird sich keine große Welle aufbauen", sagte Lauterbach.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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