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Bundesregierung fördert Quantentechnologien mit 650 Millionen Euro

Archivmeldung vom 25.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Quantencomputer-Symbolbild Bild: CC0 Public Domain
Quantencomputer-Symbolbild Bild: CC0 Public Domain

Die Bundesregierung will in dieser Legislaturperiode insgesamt 650 Millionen Euro in die Erforschung und Entwicklung sogenannter Quantentechnologien investieren, zu denen etwa abhörsichere Kommunikation zählt. Ein entsprechendes Förderprogramm soll am Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden.

"Wo wir mit unserer heutigen auf Nullen und Einsen basierten Technik an Leistungsgrenzen stoßen, ermöglichen Quanten völlig neue Entwicklungen und Vorstöße in bislang unbekannte Bereiche", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Wir stehen an der Schwelle zu einem entscheidenden Fortschritt." Es solle mehr gefördert werden, um bei der Quantentechnologie einen Vorsprung im internationalen Wettbewerb zu erlangen. "Man kann diese Technologie ein wenig mit dem Sputnikschock vergleichen, als erstmals der Vorstoß mit einem Satelliten in den Weltraum gelang", sagte Karliczek.

Nach der ersten Generation von Quantentechnologien, zu der etwa der Laser gehört, geht es jetzt um die Entwicklung komplexer Quantencomputer, die um ein Vielfaches leistungsstärker wären als herkömmliche Rechner. Auch die vollständig sichere Übertragung verschlüsselter Botschaften wäre möglich, ebenso wie eine weitaus einfachere Interaktion zwischen Menschen und Maschinen, etwa durch kleinere und genauere Sensoren. Die Möglichkeiten dieser Technologien sind nach Regierungsangaben so groß, dass sie erhebliche Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft haben könnten und auch sicherheitspolitisch von hoher Relevanz seien. "Deswegen ist es auch wichtig, dass wir die Menschen informieren, in Schulen, an Hochschulen, im Beruf, dass sie verstehen und mitgehen können", sagte Karliczek.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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