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Reiche: Chancengerechtigkeit fördern - frühkindliche Erziehung ausbauen

Archivmeldung vom 03.11.2005

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.11.2005 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Jens Brehl

Zur Vorlage des PISA-Ländervergleichs erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche MdB:

Der PISA-Ländervergleich hat zwei Botschaften:

Erstens: Das Leistungsniveau der Schüler muss sich in vielen Bundesländern verbessern. Innerhalb Deutschlands gibt es über alle Schulformen hinweg Abstände von zum Teil über einem Jahr zwischen den PISA-Siegern Bayern, Sachsen, Baden-Württemberg und Thüringen zu anderen Ländern, wie den Stadtstaaten und Nordrhein-Westfalen.

Zweitens: Der enge Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg hat sich nur in den Ländern etwas gelockert, die insgesamt auch gute PISA-Ergebnisse erreichen. Entscheidend ist dabei, wie viele junge Menschen die Schule mit Kompetenzen und
Kenntnissen verlassen, die sie für den Beruf und eine gelungenes persönliches Leben brauchen.

In Brandenburg können 23 Prozent der 15-jährigen Schüler kaum lesen, in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen sind es 25 Prozent und in Bremen 30 Prozent.

Das Rezept Einheitsschule ist gegen diesen Missstand wirkungslos. Wer Bildungsgerechtigkeit herstellen will, muss Risikogruppen besonders fördern und von vorneherein klein halten. Hierbei gilt der Grundsatz "je früher, desto effektiver". Bildungselemente gehören bereits in den Kindergarten. Kinder mit Sprachdefiziten müssen
besonders gefördert werden. Bund und Länder müssen sich stärker engagieren und frühe Förderung, insbesondere Sprachschulung, vor der Schule garantieren.

Quelle: Pressemitteilung CDU/CSU Bundestagsfraktion

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