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Ost-Länder drohen mit Scheitern der Bund-Länder-Finanzreform

Archivmeldung vom 03.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dietmar Woidke
Dietmar Woidke

Foto: Uwe Klössing – Hoffotografen
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die ostdeutschen Bundesländer haben mit dem Scheitern der Verhandlungen über die Bund-Länder-Finanzreform gedroht. "Wir als ostdeutsche Länder werden am Ende nur einem Modell zustimmen, das uns auch für die kommenden Jahrzehnte eine faire Teilhabe an der finanziellen Aufwärtsentwicklung in Deutschland garantiert", sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

"Das Kamingespräch der Ministerpräsidenten am 9. September ist ein wichtiger Termin. Ich sage ganz klar: Wenn nicht ein faires und tragfähiges Modell für den Osten auf den Tisch kommt, werden die Ost-Länder der Reform nicht zustimmen", sagte Woidke, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist.

Auf dem Tisch der Länderchefs liegt ein Konzept des Koordinators der SPD-Länder, Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz. Demnach soll die Umverteilung von Umsatzsteuereinnahmen zwischen reichen und armen Ländern ab 2020 entfallen, die dem Länderfinanzausgleich vorgeschaltet ist. Dadurch würden West-Länder entlastet, die Ost-Länder aber eine Finanzierungsquelle verlieren. Sie lehnen das Konzept daher ab, sofern es nicht deutlich nachgebessert wird. "Wir werden den Wegfall des Umsatzsteuervorwegausgleichs nur akzeptieren, wenn wir dafür einen angemessenen, fairen und strukturellen Ausgleich bekommen", sagte Woidke. Dies könne über "höhere Ausgleichsleistungen des Bundes vor dem Länderfinanzausgleich" durch mehr Umsatzsteuerpunkte für die Länder gehen. "Eine andere Stellschraube wäre die stärkere Einbeziehung der kommunalen Finanzkraft in den Finanzausgleich", sagte Woidke. "Der Umsatzsteuervorwegausgleich muss ja auch nicht zu 100 Prozent wegfallen", sagte der SPD-Politiker.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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