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Coronakrise: Länder planen mit bis zu 65 Milliarden Euro Schulden

Archivmeldung vom 14.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Die Summe aller Schulden ist gleich der Summe aller Guthaben (Symbolbild)
Die Summe aller Schulden ist gleich der Summe aller Guthaben (Symbolbild)

Bild: dsindf / Eigenes Werk

Die Bundesländer wollen sich mit bis zu 65 Milliarden Euro neuen Schulden gegen die Coronakrise stemmen. Das zeigt eine Umfrage des "Handelsblatts" unter den 16 Länderfinanzministerien.

Die schwarz-gelbe Koalition in NRW etwa könnte dank des Nachtragshaushalts bis zu 25 Milliarden Euro neue Verbindlichkeiten in diesem Jahr aufnehmen – das entspricht rund 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. NRW ist damit Spitzenreiter vor Bayern, wo für dieses Jahr neue Schulden in Höhe von 20 Milliarden Euro geplant werden, was 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht.

Auf Rang drei folgt Sachsen, das bis 2022 insgesamt bis zu sechs Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen kann. Thüringen dagegen geht davon aus, trotz Coronakrise in diesem Jahr keine neuen Schulden aufnehmen zu müssen. Auch Bremen und Berlin planen derzeit mit einer Schwarzen Null, wobei die Hauptstadt in den nächsten Monaten einen zweiten Nachtragshaushalt beschließen will. Dass sich die Bundesländer so unterschiedlich verschulden, liegt daran, dass sie sehr unterschiedlich auf die Krise reagieren. So hat Bayern etwa ein sehr dichtes Hilfsnetz für Betriebe mit bis zu 250 Beschäftigten geknüpft.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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