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Streit um Impfmüdigkeit: Maaßen fordert Abschaffung des Ostbeauftragten-Amtes

Archivmeldung vom 07.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Hans-Georg Maaßen (2019)
Hans-Georg Maaßen (2019)

Bild: Screenshot Youtube Video: "WERTEUNION: Hans-Georg Maaßen arbeitet sich an weltoffener Union ab" / Eigenes Werk

Nach der erneuten Kritik des Ostbeauftragten Marco Wanderwitz (CDU) an der Impfmüdigkeit vieler Ostdeutscher gibt es aus Reihen der CDU die Forderung nach einer Abschaffung seines Amtes.

Der CDU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl in Thüringen und Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ): "30 Jahre nach der Wiedervereinigung habe ich ernsthafte Zweifel, ob wir ein derartiges Amt noch brauchen - jedenfalls nicht einen Ostbeauftragten, der genau die Leute beschimpft, deren Interessen er eigentlich vertreten soll." Viele Menschen in den ostdeutschen Bundesländern seien verärgert: "Der Ostbeauftragte wird als Ärgernis wahrgenommen", sagte Maaßen.

Wanderwitz hatte vor steigenden Infektionszahlen im Osten gewarnt, weil das Coronavirus dort im Vergleich zum Westen auf eine hohe Zahl von Ungeimpften treffe und die Zahl der Impfverweigerer groß sei. Zuvor hatte Wanderwitz auch behauptet, es gebe einen klaren Zusammenhang zwischen der Zustimmung für die AfD und Impfablehnung.

Maaßen sieht einen solchen Zusammenhang nicht: "Ich halte das für Blödsinn." Er treffe in seinem Wahlkreis in Südthüringen viele Menschen, die Angst vor einer Impfpflicht durch die Hintertür hätten: "Und dieser Leute nimmt sich die AfD an, und das dürfen wir denen nicht überlassen."

In den ostdeutschen Bundesländern sei die Staatsskepsis eben größer als im Westen: "Die Leute wollen sich nicht bevormunden lassen. Sie glauben nicht jeder Werbung und nicht jeder Propaganda. Deswegen ist die Impfbereitschaft niedriger." Da es in der DDR eine Impfpflicht gegeben habe, würden viele nun das Recht in Anspruch nehmen, für sich selbst zu entscheiden. Die Politik müsse den Menschen Antworten auf ihre berechtigten Fragen geben, etwa warum Kinder geimpft werden sollten und welche Folgen Impfungen haben könnten. Maaßen sagte: "Da braucht es eine sachliche Auseinandersetzung mit den Bedenken der Menschen und keine Propaganda, wo Schauspieler und Prominente auftreten und fürs Impfen werben."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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