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Schröder schlägt SPD Kanzlerkandidaten vor

Archivmeldung vom 07.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Willy-Brandt-Haus (SPD): Die Spitze des Gebäudes
Willy-Brandt-Haus (SPD): Die Spitze des Gebäudes

Foto: Manfred Brückels
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat seine Favoriten für die Kanzlerkandidatur der SPD benannt. "Ich finde, dass vier, fünf Leute infrage kommen: Olaf Scholz, Hubertus Heil, Franziska Giffey, Rolf Mützenich und Lars Klingbeil, der Generalsekretär", sagte Schröder dem "Spiegel".

Normalerweise haben die SPD-Vorsitzenden das Vorschlagsrecht. Als vorrangig sieht der Altkanzler es aber, dass die möglichen Kandidaten eine Lösung finden. "Meine Empfehlung wäre: Setzt euch zusammen und entscheidet das", so Schröder. Die fünf müssten dies "natürlich mit der Parteiführung besprechen. Und eine oder einer aus dem Team wird dann die Nummer eins." Lobend äußerte sich der Altkanzler über SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Der Fraktionsvorsitzende habe eine wichtige Rolle dabei gespielt die SPD-Vorsitzenden, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, vom Verbleib in der Großen Koalition zu überzeugen.

"Mützenich hat ihnen gesagt: Leute, mal langsam. Über die Frage, ob die Koalition beendet wird, entscheidet nicht ihr, sondern die Fraktion", so Schröder. Über Klingbeil sagte er, es sei "viel Arbeit, eine Volkspartei zu managen, man braucht jemanden, der das kann. Und Lars Klingbeil kann es". Der ehemalige Bundeskanzler machte deutlich, dass er einen stärkeren Linkskurs seiner Partei ablehne. Auf Äußerungen Eskens, die kürzlich als mögliche Instrumente einer gerechteren Gesellschaft Enteignungen und Vergesellschaftung genannt hat, reagierte er mit Spott: "Ich war mal Juso-Vorsitzender", sagte Schröder dem "Spiegel". Da habe er "eine Revolution geplant, die ich später als Kanzler verhindert habe."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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