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Pflegeberufereform: Zu viele Fragen offen - bpa-Präsident fordert eindringlich Anhörung zum Pflegeberufegesetz im Bundestag

Archivmeldung vom 29.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Erst vor Kurzem hatte sich die Regierungskoalition nach zähem Ringen auf einen Kompromiss zur Zukunft der Ausbildungen in der Pflege geeinigt. Vorgesehen war, die Alten- und die Kinderkrankenpflege nicht wie ursprünglich geplant abzuschaffen, sondern den Auszubildenden eine Entscheidung zwischen diesen beiden Berufen und der sogenannten Generalistik einzuräumen. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) hatte dies als Chance für die Altenpflegeausbildung begrüßt, aber von Anfang an auf diverse Unklarheiten hingewiesen und auf eine Anhörung zu dem umfassend geänderten Gesetz gedrängt.

Nun soll diese übliche Anhörung offenbar nicht stattfinden, und auch die den Bundestagsabgeordneten zugesagten Ausbildungs- und Prüfungsinhalte liegen nicht vor. bpa-Präsident Bernd Meurer kann diese Vorgehensweise nicht nachvollziehen: "Warum diese Eile? Wird Kritik an der Verfassungskonformität der Finanzierung oder der Ausgestaltung der Wahlmöglichkeiten der Auszubildenden für die Alten- oder Kinderkrankenpflege befürchtet?

Für alle Beteiligten ist ein optimales Gesetz wichtig, welches unter anderem den Zugang für die Hauptschüler erhält und auch die Existenz der kleinen Altenpflegeschulen sichert. Statt Spekulationen und Intransparenz brauchen wir umgehend einen Diskurs um den Gesetzesentwurf und eine Anhörung im Bundesgesundheitsausschuss", so Meurer, der zugleich mahnt, dass mit diesem Gesetz die Pflege von morgen gesichert werden muss.

Die ambulante Pflege als Ausbildungsort der Altenpflege im Gegensatz zum Kompromiss von Karl Lauterbach (MdB) und Georg Nüßlein (MdB) zu streichen, macht den Beruf nach Ansicht des bpa-Präsidenten unattraktiv.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de). Das investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Quelle: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (ots)

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