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Merkel und Seehofer streiten um Antisemitismusbeauftragten

Archivmeldung vom 24.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Streit: Im Netz werden andere Saiten aufgezogen. Bild: pixelio.de/Rico Kühnel
Streit: Im Netz werden andere Saiten aufgezogen. Bild: pixelio.de/Rico Kühnel

Um das neue Amt des Antisemitismusbeauftragten ist ein Streit zwischen Bundesinnenminister Horst Seehofer und Kanzlerin Angela Merkel entbrannt. Der CSU-Mann beansprucht den Posten für sein neu geschaffenes "Heimatministerium", die CDU-Frau will das Amt dagegen in der Regierungszentrale verankern. Unter jüdischen Organisationen wächst Unmut darüber, dass die prominente Personalie noch immer nicht entschieden ist.

Favorit für den Posten ist Felix Klein, Sonderbeauftragter des Auswärtigen Amts für die Beziehungen zu jüdischen Organisationen. Der Zentralrat der Juden hatte Klein für das neue Amt vorgeschlagen – trotz bekannterer Persönlichkeiten, die sich gegen Antisemitismus engagieren, wie der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe oder Volker Beck von den Grünen. "Ich freue mich über das Vertrauen, das der Zentralrat in meine Person hat", sagt Diplomat Klein. Im Bundestag plädieren einige Abgeordnete dafür, den Antisemitismusbeauftragten dem Parlament anzugliedern. "Nur so wäre seine maximale Unabhängigkeit garantiert", sagte der Grüne Sven-Christian Kindler dem "Spiegel".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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