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DBG warnt vor Aushöhlung des Mindestlohns

Archivmeldung vom 02.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Rainer Aschenbrenner / pixelio.de
Bild: Rainer Aschenbrenner / pixelio.de

Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB hat vor einer Aushöhlung des Mindestlohns in Deutschland gewarnt. Arbeitgeber und Teile konservativer Parteien argumentierten "völlig abstrus" gegen die Lohnuntergrenze, sagte DGB-Chef Hoffmann auf einer Veranstaltung am Rande der Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit vor dem Brandenburger Tor.

"Wir werden eine Aushöhlung des Mindestlohns nicht zulassen", so Hoffmann weiter. Der Mindestlohn sei "ein historischer Erfolg". Die Arbeitswelt verändere sich rasant durch Digitalisierung, Globalisierung und demografische Entwicklung, sagte Hoffmann.

Vor allem im Internet würden sich Arbeitnehmer zu Dumpingpreisen anbieten. Die Früchte der Globalisierung würden immer ungleicher verteilt, die Politik tue zu wenig für eine Schaffung internationaler Spielregeln. Stattdessen seien Finanzmärkte dereguliert und der globale Handel liberalisiert worden.

Mindestlohn: Hofreiter nennt Änderungsversuche der Union "absurd"

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter hat die Versuche der Union und der Unternehmenslobbyisten, "den Mindestlohn wieder aufzuweichen und den Menschen durch neue Schlupflöcher ihren Lohn wieder wegzunehmen", als "absurd" bezeichnet. "Wer so handelt, verlässt den Boden der sozialen Marktwirtschaft", erklärte Hofreiter anlässlich des Tags der Arbeit am 1. Mai.

Deutschland habe einen der größten Niedriglohnsektoren unter den Industrieländern, so der Grünen-Politiker weiter. "Über Leiharbeit, Werkverträge und Scheinselbstständigkeit wird vielfach Ausbeutung betrieben. Hier müssen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besser geschützt werden."

Mit Blick auf die Streiks in den vergangenen Monaten, etwa bei der Deutschen Bahn oder im öffentlichen Dienst, sagte Hofreiter, dass Arbeitsniederlegungen "manchmal unbequem und anstrengend" seien. Aber sie seien auch "ein legitimes und wichtiges Instrument der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, um ihre Interessen durchzusetzen", erklärte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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