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SPD-Abgeordnete bringen freie Abstimmung über Paragraf 219a ins Gespräch

Archivmeldung vom 22.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: SPD Farmsen, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: SPD Farmsen, on Flickr CC BY-SA 2.0

Im Streit um die Reform des Paragrafen 219a zu Schwangerschaftsabbrüchen bringen immer mehr SPD-Abgeordnete die Aufhebung des Fraktionszwangs ins Gespräch. Das solle erfolgen, wenn der angekündigte Entwurf der Bundesregierung hinter den Erwartungen zurückbleibe. "Die Bundesregierung sollte die Chance erhalten, einen Gesetzentwurf zum Paragraf 219a vorzulegen", sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

"Angesichts der teils unsäglichen Kommentare aus der Union bis hin zu Gesundheitsminister Jens Spahn hält sich meine Hoffnung darauf allerdings in engen Grenzen", fügte die Generalsekretärin der Sozialdemokraten in Sachsen hinzu. "Die SPD sollte dann nach anderen Mehrheiten suchen oder die Abstimmung freigeben. Das Thema ist jedenfalls zu wichtig, um es dem Koalitionsfrieden zu opfern", sagte Kolbe. Ähnlich äußerte sich auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Josephine Ortleb. "Die Kanzlerin hat der SPD-Fraktion zugesichert, dass auch die CDU eine Lösung im Sinne der Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte und der Frauen möchte. Und wir nehmen Sie hier beim Wort!", sagte Ortleb.

Jetzt werde ein Vorschlag der Bundesregierung erstellt, den gelte es zunächst abzuwarten. "Allerdings muss dies sehr zügig geschehen", mahnte Ortleb und fügte hinzu: "Zum jetzigen Zeitpunkt sollten wir alle Möglichkeiten zu einer Änderung des Paragrafen auf dem Tisch behalten." Zuvor hatte der Bundesvorsitzende der Jusos, Kevin Kühnert, im Interview mit der "Rheinischen Post" eine Aufhebung des Fraktionszwangs bei der Abstimmung über die Reform des Paragrafen 219a gefordert.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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