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Alice Schwarzer begrüßt schwarz-rote Reformpläne zur Prostitution

Archivmeldung vom 02.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Alice Schwarzer Bild: Manfred Werner / wikipedia.org
Alice Schwarzer Bild: Manfred Werner / wikipedia.org

Die deutsche Frauenrechtlerin Alice Schwarzer hat die Pläne der großen Koalition zur Reform des Prostituiertengesetzes als "ersten Schritt" gewertet, forderte jedoch weitere "ganz konkrete Maßnahmen zum Schutz der Frauen - und zur Bestrafung der Händler mit der Ware Frau". Im Gespräch mit der "Frankfurter Rundschau" (Dienstagausgabe) nannte Schwarzer "die Heraufsetzung des Schutzalters auf 21, die Pflicht zur Gesundheitskontrolle, eine Anmeldepflicht für Bordelle, die Ahndung der Wuchermieten in den Großbordellen, Strafen für Menschenhändler und Zuhälter, und vor allem: ausreichend Ausstiegsangebote für Frauen in der Prostitution".

Der "EMMA"-Herausgeberin zufolge könne sich Deutschland durchaus an Frankreich orientieren, wo diese Woche ein "Gesetz zur Abschaffung der Prostitution" verabschiedet wird. Ein solches Gesetz sei "unbedingt wünschenswert", so Schwarzer. "Denn es sind ja die Kunden, die den Markt schaffen. Ohne Freier keine Prostitution." Einem solchen Schritt müsse aber "eine kritische gesellschaftliche Debatte vorausgehen, wie in Schweden, wo heute 93 Prozent aller Frauen und 75 Prozent aller Männer gegen Prostitution sind; die hat in Deutschland aber gerade erst begonnen", so Schwarzer.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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