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Lehrermangel: Land kann Stellen nicht besetzen

Archivmeldung vom 11.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wappen von Sachsen-Anhalt
Wappen von Sachsen-Anhalt

Der Lehrermangel in Sachsen-Anhalt spitzt sich zu. Von den in der letzten Bewerbungsrunde im April ausgeschriebenen 268 Stellen blieben 48 unbesetzt - das ist knapp jede Fünfte. "Es wird immer schwieriger, in bestimmten Regionen und in bestimmten Fächern geeignete Bewerber zu finden", sagte Stefan Thurmann, Pressesprecher des Bildungsministeriums, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.

Damit verschärft sich die Lage an den Schulen im Land. Das hatte sich in den Vorjahren bereits angedeutet. Im vergangenen Jahr blieben neun Stellen unbesetzt. Dabei befanden sich unter den ausgeschriebenen Stellen sieben, für die im Jahr zuvor bereits keine passenden Bewerber gefunden wurden. Am größten war das Problem der offenen Stellen bislang vor drei Jahren: Damals blieben 18 Stellen offen. Zuletzt konnten 2011 alle besetzt werden. Die nun im April freigebliebenen Stellen flossen in die jüngste Ausschreibung ein: Am vergangenen Montag wurden so noch einmal 320 Lehrerposten ausgeschrieben. 749 werden in diesem Jahr insgesamt angeboten. Dass nicht jede ausgeschriebene Stelle gleich besetzt werden kann, ist laut Bildungsgewerkschaft GEW an sich kein Grund zur Kritik. "Wenn aber das Ausmaß derart ansteigt", so Sprecher Alexander Pistorius, "muss sich das Ministerium über die Gestaltung der Ausschreibungen Gedanken machen."

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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